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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 9448 Wohnort: Bruck an der Leitha
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Verfasst am: 15.04.2008, 14:10 • Titel: Graupner GM Genius 85 - erste Eindrücke & Erfahrungen |
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Will man für sein RC-Car einen Brushless Regler mit ganz bestimmten Ausstattungsmerkmalen, so sinkt die Auswahl trotz des allgemeinen Überflusses erschreckend gegen Null.
Wer einen Hardcase Regler will, und sich mit 7,2 - 7,4V Betriebsspannung zufrieden gibt, der ist bei LRP, Novak, SpeedPassion & Co sicherlich gut aufgehoben.
Wer dagegen mit einem HV-Setup ab 3s einsteigen will, der wird bei den Schrumpfschlauchreglern der Fliegerfraktion sicherlich glücklich werden.
Doch wer beides will, einen Regler mit erweitertem Betriebsspannungsbereich und robustem Gehäuse, der hatte seit jeher nicht so eine großartige Auswahl.
Adhoc fallen mir da ein:- der legendäre Schulze U-FORCE 75
- die preiswerte Alternative von CC, dem Mamba Max System und schließlich noch
- das Genius-System von Graupner/GM Racing - und um genau das geht es hier
Mein erster Kontakt mit einem GM Genius Regler geht auf das Jahr 2005 zurück. Damals gab es mit dem Genius 70 nur einen einzigen Regler. Äußerlich etwa mit den Abmessungen eines (damals und auch heute noch verhältnismäßig kompakten) Schulze U-Force 50/75 vergleichbar, but das GM-Erstlingswerk etwas, was bis dato noch kein (BL-)Regler zu bieten hatte: komplett von außen wechselbare Kabel. Nicht nur die Motor- und Akkukabel hatten eigene Lötsockel, sondern auch der Sensoranschluss und das Empfängerkabel besaßen eigene Buchsen.
Klingt trivial, aber jeder, der mit teurem Gerät richtig offroaden geht, wird das früher oder später zu schätzen wissen...
Fast drei Jahre später hat GM-Racing die Reglerpalette stark erweitert, sodass die Genius Reihe mittlerweile 5 Kandidaten (Sondermodelle exkl.) umfasst: 50, 80, 85, 95 und 100Ampere Dauerstrom sollen sie lt. Hersteller verkraften.
Der Genius 85, für den ich mich entschieden habe, unterstützt zudem noch bis zu 4s Lipos (die anderen 2-3s) und seine Dauerstromfestigkeit von 85 Ampere wird vom Hersteller mit 5Ah Akkukapazität(!) spezifiziert. Obendrein soll er spritzwassergeschützt sein. (ein Muss ... für mich )
Eines vorweg, im Vergleich zur allerersten Genius-Serie ist der Regler riesig, und zwar aus zwei Gründen:
1. besteht das Gehäuse statt des dünnen Alublechs nunmehr aus einem dicken Kühlkörper, der den Regler auf eine Breite von 40mm und eine Höhe von 20mm bringt.
2. Die ursprüngliche Länge von 48mm wird durch eine angelötete Kondensatorplatine nochmals um gut 2cm gestreckt.
Der Regler ist mit anderen Worten ein ziemlich großes Trumm - was er sich, wenn die Dauerlast ernst gemeint ist, aber durchaus leisten darf.
Zum Anschluss stehen akkuseitig ein verpolsicherer pp35 Stecker (3,5mm Goldkontakt) und motorseitig 3 3,5mm Buchsen vom selben Format zur Verfügung.
Die Unterseite des Regler lässt vor allem eines erkennen: wenig Klebefläche zur Montage im Modell!
Anstatt des üblichen doppelseitigen Klebebandes habe ich den Regler daher an beiden "Schienen" kurzerhand mit Pattex Kraftkleber ins Modell geklebt - hält bombig, und lässt sich bei Bedarf (und im Gegensatz zu Superkleber) rückstandsfrei mit Bremsenreiniger oder Aceton entfernen, ohne das Chassis in Mitleidenschaft zu ziehen.
Wer mit der Kondensatorplatte Platzprobleme bekommt, der kann sie kurzerhand verkehrt herum wie einen Aufsatzkühler verlöten:
So passt der Genius 85 dann auch in unter notorischem Platzmangel leidende 4wds, wie dem Tamiya Durga. (das Bild wurde mir freundlicherweise von Norbert alias Norf zur Verfügung gestellt, danke!)
Ich hatte diese Platzprobleme im Losi XXX-T cr zum Glück nicht und konnte den GM-Genius 85 in seiner ganzen Pracht respektive Länge in die Seitenwanne des Chassis kleben.
Beim Einbau in 2wd Modelle empfehle ich, das Empfängerkabel entweder durch Abkleben der scharfen Kante an der Kondensatorplatte oder wie hier durch einen Spiralschlauch zu schützen, da es sonst aufscheuern könnte!
Fortsetzung folgt! _________________ Neueste Artikel:
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WFHB Pisten-Papst

Anmeldedatum: 18.01.2003 Beiträge: 264 Wohnort: Bruck / Leitha
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Verfasst am: 16.04.2008, 17:49 • Titel: |
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Bin schon gespannt auf deine Eindrücke.
Mir gefällt die Kondensatorplatine ziemlich gut, ist um einiges kleiner als die 2 RiesenKondensatoren die ich oben hab.
Wenn du ein Programmierkabel zum einstellen brauchst.
Ich kann dir meines mal leihen. _________________ brummmm brummmmm |
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 9448 Wohnort: Bruck an der Leitha
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 9448 Wohnort: Bruck an der Leitha
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Verfasst am: 17.04.2008, 16:33 • Titel: |
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Reglersetup
Ich eröffne mein Posting mit einem Zitat aus der deutschen Anleitung. (Seite 20, über die Programmierung der Zusatzfunktionen mit der Set-Taste)
| Zitat: |
1.) Akkus vom Regler abstecken, wenn möglich Sender einschalten
2.) SET - Taste drücken und gedrückt halten und gleichzeitig den Fahrakku (bei Reglern ohne BEC zusätzlich den Empfängerakku) mit dem Regler verbinden.
Die SET Taste muss solange gedrückt bleiben, bis der Regler 6 x kurz piepst und die grüne LED leuchtet, sowie die rote LED während der 6 Piepstöne 6x kurz blinkt.
Während dieser Zeit lassen Sie die SET-Taste wieder los.
3.) Sie befinden sich nun im Programmauswahlmodus. Wenn Sie nicht innerhalb der nächsten 4 Sekunden die SET-Taste erneut drücken, so geht der Regler in den #0 IDA-Programmiermodus. Siehe #0 IDA-System!
4.) Drücken Sie nun gemäß der gewünschten Programmnummer die SET-Taste so oft, wie es der gewünschte Programmnummer entspricht. Bei jedem Tastendruck piepst der Regler 1x lang und die rote LED blinkt dabei lange auf. Siehe Tabelle!
5.) Ca. 4s nach dem letzten Tastendruck bestätigt der Regler das Beenden der ProgrammeinsteIlung mit 3 kurzen Piepstönen, LED rot blinkt 3x kurz, LED grün aus.
6.) Sofort darauf zeigt der Regler den Programmstart der WerteinsteIlung an, in dem der Regler erneut 3x kurz'piepst, die rote LED 3x kurz blinkt und die grüne LED leuchtet.
7.) Drücken Sie nun die SET Taste so oft, wie der gewünschte Wert entspricht. Bei jedem Tastendruck piepst der Regler 1x lang und die rote LED blinkt dabei lange auf.
(Wert 0 = Ox drücken, Wert 1 = 1x drücken, Wert 2 = 2x drücken )
8.) Ca. 4s nach dem letzten Tastendruck bestätigt der Regler das Beenden der ProgrammeinsteIlung mit 3 kurzen Piepstönen, LED rot blinkt 3x kurz, LED grün aus.
Danach kehrt der Regler in seinen normalen Betrieb zurück. Fertig!
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Jaaaa, fertig!
Liebe Jungs von GM, wir programmieren hier weder die Zielkoordinaten von ICBMs, noch wollen wir den Tresorcode von Fort Knox ändern. Wir wollen nur einen Regler programmieren!
Abgesehen davon, dass die Anleitung über weite Strecken eher wie ein Work-in-Progress Paper anmutet, als eine Endkunden-Bedienungsanleitung, wurde das Setup-System etwa bei Schulzes U-Force besser gelöst:
- 6 DIL-Schalter, Beschriftung am Regler, geben die "Lite"-Version seiner Programmierbarkeit frei.
- wer den Regler in allen Einstellmöglichkeiten programmieren will, der verwendet dazu den PC
GM geht hier einen etwas anderen Weg. Zwar ist der über einen einzigen Set-Knopf einstellbare Parametersatz ebenfalls ein wenig beschnitten, doch die Fülle - und damit auch die Skurrilität der Bedienung - ist immer noch enorm.
Damit wollte ich mich nach dem Programmieren der Knüppelwege verständlicherweise nicht weiter abgeben, weshalb ich mir das von WFHB bereits erwähnte Schnittstellenkabel zum COM-Port eines PCs zugelegt habe:
(Best. Nr. 2894.6, ca. 25 Euro)
Software gibt es keine dazu, denn die muss man sich separat von der GM-Homepage downloaden. Dafür stehen zwei Programme zur Verfügung. Beide sind kostenlos, doch eines davon Shareware - mehr dazu später!
Zur PC-Programmierung muss der Genius 85 quasi betriebsbereit sein. Also komplett Richtung Motor, Akku und Empfänger verdrahtet. Und ein eingeschalteter Sender sollte auch noch mit von der Partie sein, denn erst lernt der Genius das Sprechen - mit dem PC jedenfalls.
Obwohl andere Hersteller hier schon modernere USB-Lösungen anbieten (Hallo, CC!) funktioniert die GM'sche RS232/Com-Port Lösung tadellos:
COM-Port auswählen, "Enable COM", Recieve Data und ab geht's!
Die meisten Funktionen im Screenshot oben sollten ohnehin selbsterklärend sein. Trotzdem möchte ich hier nochmal ein paar anführen, die mir sehr praktisch erscheinen:
- "BRAKE MIN": Hier wird die Bremskraft eingestellt, mit welcher der Regler beim kleinsten Bremsmanöver mindestens zupacken soll. Praktisch, wenn man die Leerlaufbremse ("AUTOBRAKE") nicht verwendet (z.B. wegen Autogas), und trotzdem die Knüppelwege klein halten will.
- auch eine Strombegrenzung, welche ich am Schulze U-Force vermisst habe, ist über drei Parameter einstellbar.
Noch mehr Einstellmöglichkeiten bietet das (Shareware) AS Genius Tool:
Unter dem Punkt "Frequenz" verbirgt sich eine interessante Option. Hier ist es nämlich möglich, dass der Regler den Motor ganz konventionell mit variabler PWM-Frequenz ansteuert und so die Drehzahl regelt, oder aber bei konstanter PWM eine adaptive Strombegrenzung einsetzt. Letzteres dürfte m.M. einen besseren Wirkungsgrad erzielen - die Praxis wird's zeigen.
Schmerzlich vermisse ich dagegen eine einstellbare Abschaltspannung.
Was bitte soll die 57/80stel Regel aus der Anleitung, wenn der Regler ein PC-Interface bietet? Das konnte Schulze schon 2003 besser, weshalb der Regler - damals seiner Zeit meilenweit voraus - noch heute und auch in Zukunft ohne Upgrades mit allen möglichen Akkutypen betrieben werden kann.
Außerdem: Warum ist der Lipo-Mode bei "MaxReverse=0" deaktiviert? Und bei MaxReverse=1 plötzlich wieder verfügbar, obwohl auch hier kein Rückwärtsgang genutzt wird?
Man sieht, nicht nur die Anleitung versprüht diesen WIP-Charme, sondern auch die Software-Umgebung hat einiges davon zu bieten
Für die Zukunft würde ich mir auf jeden Fall eine benutzerdefinierbare Schwellenspannung wünschen, denn 57/80 der Anfangsspannung sind bei Lipos mit knappen 3V schon grenznah.
Positiv dagegen fällt auf, dass der Regler sehr viele sinnvolle Programmiermöglichkeiten bietet, ein hohes Drehzahllimit von ca. 210.000 U/min (am 2-Poler) aufweist und mit der SET-Taste einen optionalen, komfortablen Ein/Aus Schalter besitzt. (sofern die Taste so programmiert wurde) _________________ Neueste Artikel:
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ApfelBirne Kiesgruben-King

Anmeldedatum: 04.03.2008 Beiträge: 63 Wohnort: Lörrach
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Verfasst am: 30.04.2008, 15:18 • Titel: |
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Hallo,
ich bin zurzeit gerade auf der suche nach einem Brushlesregler , mit dem ich aber AUCH brushedmotoren betreiben kann.
daher ein paar fragen:
hat der regler auch BEC??
was mir (leider) garnichts sagt is die stromfestigkeit.
bis wieviel turns ist denn der regler zu betreiben ??
ich dachte da so an 6,5 turns.
wäre nett wenn ihr mir antworten könntet
tim _________________ Wer Schreibfehler findet darf sich freuen und sie behalten
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 9448 Wohnort: Bruck an der Leitha
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ApfelBirne Kiesgruben-King

Anmeldedatum: 04.03.2008 Beiträge: 63 Wohnort: Lörrach
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Verfasst am: 03.05.2008, 19:56 • Titel: |
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danke aaron
ich würde den regler in den durga bauen hilft das vielleicht weiter??
tim _________________ Wer Schreibfehler findet darf sich freuen und sie behalten
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