ferdi CULT-Urgestein

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Verfasst am: 28.01.2006, 16:31 • Titel: Re: @ the Track - Rennberichte aus persönlicher Sicht |
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Hallenrennen Quakenbrück (27-29.01.06)
Häh? Bis zum 29. und Ferdi postet schon am 28.??? Genau.
Also zunächst mal ein dickes Lob an die Organisatoren. Wer sowas noch nie gesehen hat, hat keine Vorstellung davon, wie man einen Rennen mit circa 120 Teilnehmern und zwei Klassen (Buggy und MT) organisieren muss und dass ohne eine straffe Terminierung der Übungs- und Vorläufe nichts geht. Das hat in Quakenbrück alles gut geklappt, für ich als Neuling war es halt recht ungewohnt.
Das alles fand statt in drei verschiedenen Etagen der ehemaligen Kynast-Fahrradwerke in Qu... na ratet mal. Zu unterst ausschnittsweise das Fahrerlager, unten rechts erkennt man (als Beweis meiner Anwesenheit)meinen Spoiler:
Hier war es, solange die Heizkanone lief (am rechten Bildrand zwischen den Absperrbändern zu erkennen, Verbrauch: zehn Liter Diesel pro Stunde!), einigermaßen erträglich, warme, lange Unterhosen, Winterkleidung, Mütze, Handschuhe, batteriebetriebene Heizsocken und nicht zu große Entfernung zur Heizkanone vorausgesetzt. Mit anderen Worten: es war KALT )
Die Strecke selbst war eine Etage höher. Den zweiten Pfeiler von links habe ich später schwungvoll erwischt. Rechts sieht man die Boxengasse, hinten im Häuschen die Rennleitung mit Zeitnahme.
Hier nochmal der Streckenverlauf:
Mit offenen Toren (der Lüftung wegen unerlässlich) herrschten hier etwa mollige -5°.
Zur Organisation: Zunächst das Training in Gruppen, ich meine es wären 10 gewesen, jeweils zu zehnt, danach richete sich dann die Startnummer: ich war in Gruppe 8, Transponder 7 => Nummer 87. Während zB Gruppe 6 trainierte wurde ich langsam nervös ), packte im Fahrerlager Autop, Funke, Startbox, Glüher und Schraubendreher zusammen, wärmte den Motor wie sehr viele andere mit dem Fön kurz vor und ging nach oben zu Strecke. Dort habe ich dann beim Start von Gruppe sieben gestartet und den Motor warm brabbeln lassen, mit kurzen Gasstößen die Vergasereinstellung überprüft (bloß nicht mit der Funke, wer weiß, ob die eigene Frequenz gerade fährt), die passte aber, ich war ja vor zwei Wochen auf der Modellbaumesse in Kassel, wo es ebenfalls saukalt war, das letzte Mal gefahren.
Mein Pitman war unser Buggy-Master - vielen Dank für alles, Jürgen! Leider hatte er nicht allzuviel zu tun. Beim ersten Training bin ich einmal zuviel seitlich gegen einen der Begrenzungbalken geknallt, sodass ein unterer Querlenker gebrochen ist. Also sofort runter von der Strecke (Transponder zurückgeben nicht vergessen), erst im anschließenden Trainingslauf der Gruppe 9 Streckenposten machen und dann Reparieren. Da es schon spät war habe ich anschließend zusammengepackt und bin zum Hotel. Am nächsten Morgen beim Frühstück Austausch mit neun weiteren Teilnehmern... alle empfanden die Strecke als materialmordend... selbst der als sehr belastbar bekannte HPI-Kunststoff war hart wie Glas, unserem Tischnachbarn sind an seinem Savage zweimal die Radträger gebrochen, andere hatten andere Defekte.
9 Uhr Fahrerbesprechung am Veranstaltungsort... wegen der vielen Ausfälle am Vortag entschied man sich für einen weiteren Traingslauf. Ablauf wie am Vortag. Die Top-Fahrer fuhren überwiegend in einer der Buggyklassen und man muss schon sagen, wie einige es schaffen, die Holzbalken trotz 25m Entfernung um nur wenige cm zu verfehlen, sagenhaft. Einige fuhren trotz fast nicht vorhandenen Grips (Bremsenreiniger hilft den Reifen hier etwas auf die Sprünge!) immer sehr nah an der Idealinie.
Ich bin vorsichtiger gefahren als am Vortag, habe nach einer Kollision leider einmal mein Auto hinter einem Sprung aus den Augen verloren und wollte es mit einem Gasstoß wieder in den sichtbaren Bereich fahren... als es im sichtbaren Bereich auftauchte, flog es mit etwa 25km/h mit dem Vorderrad gegen einen Betonpfeiler.... Querlenker unten und oben sowie ein Lenkhebel glatt durchgebrochen. Eine M4-Schraube aus V2A glatt gebrochen, wie Glas. Tja, die Kälte. Ich hatte nicht für alles genug Ersatz, also war für mich an dieser Stelle Ende. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings schon sieben (!!!) andere Autos ausgeschieden, sodass es zur Qualifizierung zum B-Halbfinale gereicht hat, an dem ich leider nicht mehr habe teilnehmen können. Mein Ziel, weder Letzter noch Vorletzter zu werden, hatte ich also erreicht.
Das Setup war passender als beim letzten eiskalten Rennen in Kassel: 30mm schmalere Spur, die härtesten Federn - vorn pink hinten schwarz plus pink-, noch härteres (600er) Dämpferöl, dafür wegen der vielen steilen Sprünge insgesamt höher gelegt, Diffs Torsen, 10000, Fett. Ich bin einen Satz Dirt Bonz gefahren, deren Einlagen zu weich waren und deren hohe Wand auch nicht optimal war, aber das Profil selbst passte schon. Vortrieb war mehr da als bei den meisten Buggys. Alle anderen Umbauten haben sich bewährt (Querlenkerstreben, Powerpackhalterungen).
Aber mit dem Torsen vorn komme ich insgesamt doch nicht wirklich zurecht - beim Reinrollen in die Kurven tut es gar nichts, unter Last in Kurven zieht es das Auto dann auf einmal nach innen - ich glaube ich probiere es nochmal mit einem anderen, hecklastigeren Setup, zB 10000-20000-3000.
Das Tollste war der Adrenalinpegel beim Fahren, daneben die vielen tollen Fahrleistungen der alten Hasen, das Wiedersehen Bekannter und Kennenlernen anderer Fahrer. Die totale Bombe auf der Strecke war der heißgemachte WS7-II Revo von Markus Nachtmann (?), vielen von First Racing oder diversen Foren bekannt. Meine Fresse, Power ohne Ende, während die Buggys die Sprünge vorsichtig angegangen sind, ist er nur geflogen. Freund Andreas war mit seinem auf Mitteldiff umgebauten Revo da, auch prima, nur mit einem 18er Motor halt von den Fahrleistungen nicht vergleichbar.
Ich habe mich viel mit Frank aus Silixen unterhalten und werde mir deren Strecke, die die km-mäßig nächste hier in der Gegend ist, ab März regelmäßig angucken. Pampaheizen ade.
cu, ferdi
_________________ GS BIS IN DEN TOD
Zuletzt bearbeitet von ferdi am 30.01.2006, 09:26, insgesamt einmal bearbeitet |
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