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ts1 Werkstatt-Meister


Anmeldedatum: 19.01.2010 Beiträge: 180
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Verfasst am: 24.06.2011, 13:35 • Titel: Verständnisfragen/Basics zum Regler |
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Hab eine Verständnisfrage:
Der Regler mus primär den Motorstrom aushalten.
Der Motorstrom errechnet sich aus der angegebenen Leistung dividiert durch dei Akkuspannung: I = P/U
Hab ich jetzt einen Motor mit 2500 W und eine Akkuspannung von 7,4 V, dann reden wir von 337 A!!!!!!! Stimmt das so?
Fahr ich den identen 2500 W Motor aber mit einer Akkuspannung von 22,2 V, dann muss der Regler maximal 112 A aushalten!!! Stimmt das?
Folglich sinkt bei steigender Akuspannung die Anforderung an den Regler???
Was passiert, wenn der 2500 W Motor mit einer Akkuspannung von 22,2 V betrieben wird und 5 Zellen fallen aus? Bedeutet das, dass der Regler dann mit 2500/3,7 = 675,67 A belastet wird? D.h. die Wahrscheinlichkeit eines abrauchenden Reglers im Falle eines Zellenausfalls ist extrem hoch?
Für weiterführende Literatur hinweise wäre ich sehr dankbar.... _________________ VAIL OF IGNORANCE |
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modell-bomber Offroad-Guru

Anmeldedatum: 30.10.2009 Beiträge: 820
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Verfasst am: 24.06.2011, 13:49 • Titel: |
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andersrum.
um die angabeleistung zu erhalten, muss die dauerhafte stromaufnahme mit der akkuspannung multipliziert werden.
nicht andersrum.
weil, die angegebene abgabeleistung ist immer bei maximaler verträglichen akkuspannung, und aus der angabe kannst du nicht einfach die stromaufnahme errechnen.
und der gleiche motor hat bei 7.4v nicht genausoviel abgabeleistung wie bei 22.2V.
jedoch stimmt es, wenn man zwei motoren hat, und bei dem einen mit 7.4V 2500W erzeugen will und mit dem anderen bei 22.2V 2500W erzeugen will, kann es sein, dass der motor mit nur 7.4 zugefügten Volt ca. 300A braucht.
ist das tolle HV-prinzip, die motoren können sogesehen "schwächer" sein, erreichen aber durch die erhöhte spannung die gleiche leistung. |
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FlyingGekko Globaler Moderator

Anmeldedatum: 01.06.2003 Beiträge: 4521 Wohnort: Linz/ Urfahr
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Verfasst am: 24.06.2011, 13:54 • Titel: |
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Die von dir angestellte Berechnung funktioniert nur, wenn der Motor konstante Leistung fordert. Wenn ein Motor an 22,2V 2500W verbraucht, dann sinkt dessen Leistung beim (theoretischen) Ausfall von 5 Zellen ja ab.
Will man einzelne Betriebsspanungen miteinander vergleichen, muss also stets der Motor und die Übersetzung angepasst werden. Ansonsten steigt die Leistung mit der vorhandenen Spannung.
Zum Regler: Die Verluste am Regler (abgesehen vom Bremsen) treten vorallem an den FETs auf (also den Transistoren, welchen den Strom schalten). Hier treten hauptsächlich zwei Arten von Verlusten auf:
-Ist der Schalter geschlossen, so hat dieser trotzdem einen ohmschen Widerstand. Man bezeichnet ihn meist mit R_DSon. Also gilt für die Verlustleistung Pv=R_DSon*I^2. Diese Verluste sinken mit sinkendem Strom.
-Es treten Verluste beim Schalten auf. Der Schalter kann nicht unendlich schnell zwischen leitend und sperrend hin und her schalten. Und diese Verluste steigen stark mit der Versorgungsspannung an.
Weiters müssen bei einem Regler für höhere Betriebsspannungen FETs mit einer höheren Sperrspannung verbaut werden. Diese haben einen höheren ohmschen Widerstand.
Mein Fazit: Überlegungen bzgl. Hochspannungsantriebe sind auf jeden Fall interessant. Allerdings sieht die Praxis nicht so simpel aus, wie sie oft von vielen Forenteilnehmer dargestellt wird.
mfg Stephan |
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