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eMaRDi Streckenposten

Anmeldedatum: 15.08.2012 Beiträge: 11 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 15.08.2012, 09:44 • Titel: EB4 S2 Pro - Erfahrungen |
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Hallo,
Da ich seit Kurzem Besitzer eines Thunder Tiger EB4 S2 Pro bin, möchte ich einige Erfahrungen mit diesem Modell teilen.
Das Modell ist ein RTR Buggy mit folgenden Eigenschaften:
- 3 Kanal 2,4 GHz Pistolengriff Funke ACE Cougar P3; 3 Kanalempfänger von ACE
- 21er Verbrenner 3,5ccm; 2 Nadelvergaser
- 2 ACE Servos (Gas/Bremse, Lenkung)
- Handbuch: englisch/japanisch (?)
benötigt wird zu dem RTR-Set:
- 10 AA-Zellen nötig (4 für den Empfänger, 6 für den Sender)
- Nitro-Kraftstoff
- Glühkerzenstecker inkl. Akku
Ich verwende im Moment Nitro-Kraftstoff von Tornado.
Handbuch
Da man für das Break-In ja eigentlich immer das Handbuch lesen sollte, zuerst meine Erfahrungen zum Handbuch.
Als Anfänger ist das Handbuch ziemlich schwierig, da mit den Fachausdrücken in englisch um sich geworfen wird und lustigerweise einige Bilder schlicht falsch sind.
Zum Beispiel gibt es in den verschiedenen Handbüchern zu dem Modell 4 (!) Abbildungen des Vergasers und keine (!) entspricht dem tatsächlich verbauten Modell (die Low-Speed-Needle befindet sich auf der anderen Seite als angegeben).
Entsprechend habe ich während des Break-In statt der Highspeed-Needle an der Idle-Needle gedreht, weil die beiden im Handbuch verwechselt waren...
Ansonsten ist das Handbuch recht hilfreich, die Einstellungen der Federn werden z.B. recht gut erklärt (auch wenn die Grundstellung im Buch nicht der des Autos entsprach).
Zudem Vorsicht mit den Grundstellungen für High/Low/Idle, wie sie im Buch beschrieben sind. Damit lief das Modell garnicht erst an.
Motor
"Out of the box" läuft das Modell überraschend gut; man muss eigentlich nicht einstellen.
Schwieriger wird es, wenn man die Grundeinstellungen lt. Handbuch einstellt.
In meinem Fall sorgte der Gas-Servo in "Neutral" dafür, dass der Vergaser bereits geöffnet war (also nicht der Idle-Einstellung entsprach).
Kurzfristig half es, den Trimmer an der Funke niedrig einzustellen, zu Hause stellte ich dann das Gestänge neu ein (hier muss ich wohl noch einiges einstellen).
Wenn der Tank mal leer gelaufen ist (und der Motor deshalb ausgeht), ist das Starten eine Farce, besonders mit eingebauten Kraftstofffilter.
Das Zuhalten des Auspuffs (um den Kraftstoff ziehen zu lassen) und das Ziehen des Seilstarters ist alleine fast nicht möglich, da sind ein paar zusätzliche Hände hilfreich.
Wenn Kraftstoff da ist und der Motror ausgeht, lässt sich der Motor bei der richtigen Einstellung aber tadellos starten (allerdings achtung, dass ihr das Seil nicht wieder zurück schnellen lasst. Manchmal geht der Motor dadurch wieder aus; in dem Fall langsam zurück führen).
Läuft der Motor mal und ist sauber eingestellt, hilft eine Temperaturpistole, um das richtige Gemisch einzustellen (per Highspeed-Needle). Meiner läuft derzeit bei 70-80 °C (bei höherer Belastung).
Reifen
Die mitgelieferten Reifen kann man gut für's Driften verwenden; das Geräusch dabei hat schon etwas.
Für Parkplatzfahrten habe ich mir VTec Slicks besorgt, die den Wagen sehr gut in Spur halten (zumindest bis mir einer der Reifen zerbröselt ist )
Fernbedienung
Die bei mir mitgelieferte Cougar P3 (also nicht die mit Display) funktioniert, besitzt aber nur Einstellungen für die Hi/Low-Begrenzung und Justage des Lenk und Gas/Bremsservos für Neutral.
Ich empfehle jedem, Failsafe zu aktivieren, da der Wagen sonst einfach losfährt (im schlimmsten Fall) - so passiert bei mir.
Die Akkus befinden sich in einem Batteriekasten, dessen Kabel per MJolex-Zweipolanschluss im Handteil gesteckt ist. Dieser Stecker ist etwas ... wacklig. Ich empfehle das Fach da zu lassen wo es ist und euch einen Ladeadapter für die Ladebuchse am Gerät zu besorgen.
Ich für meinem Fall ersetze sie bald mit einer MX-12 von Graupner (die auch telemetriefähig ist).
Pflege
Schotter ist eklig für das Modell. Es verfangen sich schnell Steinchen in den hinteren Rädern, die dann die hinteren Aufnehmer stark verkratzen. Vorne scheint das kein Thema zu sein.
Ohne Cover sollte man das Modell nicht fahren lassen (besonders nicht auf Schotter), weil man in die Zwischenräume zwischen Motor, Tank, Reglern etc kaum hineinkommt.
Ich für meinen Teil hab mir einne "Clear"-Karo besorgt, die sehr gut den Dreck vom Modell hält und trotzdem z.B. den Tank beobachtbar hält (zumindest bis man ein Gefühl für den Verbrauch hat).
So, das wäre es für's erste.  |
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MadBrook neu hier

Anmeldedatum: 07.08.2012 Beiträge: 4
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Verfasst am: 21.08.2012, 08:26 • Titel: |
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Der Reifen war aber auch 1a aufgeschlitzt. Hat das Gas im Scheitelpunkt der Kurve nicht vertragen.  |
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eMaRDi Streckenposten

Anmeldedatum: 15.08.2012 Beiträge: 11 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 30.08.2012, 12:27 • Titel: Motorprobleme |
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Ich möchte kurz auf ein paar Probleme hinweisen, die einem bei diesem Modell (und evtl. anderen Thunder Tiger Nitros passieren kann).
Einstellen der Carburator Linkage (also das Gestänge zwischen Servo und Vergaserküken)
Ich gebe zu, dieses Kapitel habe ich im Handbuch einfach überlesen.
Leider nicht gut, stellte ich fest.
Während fast alles von Werk aus gut eingestellt ist, ist es die "Carburator Linkage" leider nicht.
Zum Verständnis: In Neutral sollte der Vergaserkolben locker gegen die Leerlaufschraube gedrückt werden. Erst wenn man Gas gibt, öffnet sich der Vergaser, bei 100% Gas entsprechend 100% offen.
Nun sind die zwei verstellbaren Metallringe entweder nicht fest, oder schlicht falsch eingestellt ab Werk gewesen.
In meinem Fall gab es ein Spiel, wenn der Vergaser geöffnet und wieder geschlossen wurde (der Vergaser schloss nicht nicht mehr bis auf Leerlaufstellung).
Zur Korrektur wie in der Anleitung beschrieben die beiden Stellringe per Innensechskant öffnen, den Servo in Neutral bringen und den Vergaser manuell schließen (am Besten mit bereits eingestelltem Leerlauf).
Dann den äußeren Ring einstellen (und fixieren), dann mit geringer Spannung auf der Feder den Inneren. Wenn sich die Feder mit der Zeit ausleiert, muss man die Vorspannung nachstellen.
Zylinderbuchse
Anfangs lief der Motor praktisch perfekt.
Nachdem ich den Wagen gewartet hatte und auch den Zylinder geöffnet hatte, zog der Motor plötzlich keinen Sprit mehr.
Der Grund war wohl eine verstellte Buchse im Zylinder.
In diesem Motor (21er) gibt es eine Messingbuchse im Zylinder, in dem der Kolben läuft. In dieser Buchse gibt es nun einige Öffnungen (die offensichtlich je nach Stellung des Kolbens Sprit einlaufen bzw. Abluft ablässt) .
Oben in der Buchse gibt es eine Markierung. Diese muss ganz offensichtlich der Markierung am Zylinder gegenüberstehen (vom Heck her in 3 Uhr Stellung).
Falls der Motor nicht optimal läuft, sollte man evtl. mal überprüfen, ob diese Buchse richtig ausgerichtet ist... |
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RC Holgi Offroad-Guru

Anmeldedatum: 29.08.2007 Beiträge: 721 Wohnort: Kassel
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Verfasst am: 23.09.2012, 10:32 • Titel: |
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Ähm, sei mir nicht böse, aber wenn man keine Ahnung von einem Motor hat, raten muss wie die Laufbuchse da rein kommt, sollte man UNBEDINGT die Finger davon lassen!
Außerdem: never change a running system
Es wäre extrem schade wenn man aus unwissenheit den Motor tötet...  |
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