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externes und internes bec gemeinsam nutzen?

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    soundmaster
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    BeitragVerfasst am: 22.10.2014, 21:29    Titel: externes und internes bec gemeinsam nutzen?
    wieso ist es eigentlich schlecht ein internes bec und ein externes gemeinsam zu nutzen (parallel) wenn identlische spannung ?

    theoretisch müsste man ja in summe dann mehr amps haben so als ob man akkus parallel schaltet, aber ich weiss das es eben nicht so ist.

    vielleicht kann mir das jemand mal detailliert erklären?
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    amigaman
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    Anmeldedatum: 22.10.2011
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    BeitragVerfasst am: 22.10.2014, 22:18    Titel:
    Das geht durchaus, wenn bestimmte Voraussetzungen getroffen sind.
    Da man als nicht-Elektroniker oder Nicht-Hersteller das aber nicht unbedingt weiß, ist es für den Benutzer einfacher, es zu lassen.
    Gerade schaltende können sich gegenseitig anschubsen, was zu Störungen oder sogar Zerstörungen führen kann.

    Es ist besser, die BECs elektrisch zu trennen, das ist dann so ne Art RAID, das hilft allgemein bei der Sicherheit: Lenkung an ext. BEC, Empfänger usw. an ESC-BEC.
    _________________
    Gruß, Jens

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    soundmaster
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    BeitragVerfasst am: 22.10.2014, 22:41    Titel:
    Ok danke. Ich hab es jetzt eine Fahrt parallel laufen lassen ohne Probleme. Sind aber jeweils Switching BECs also werde ich das dann in Zukunft trennen, wenn es Probleme geben kann.

    Wie genau können die sich gegenseitig "anschubsen" und zerstören. Kannst du mir das vielleicht genauer erklären. Es würde mich interessieren.

    PS. Ich hatte auch damals im SCX10 mal eine Zeit lang ein 5 Zellen Hump Pack einfach zusätzlich zum Reglerinternen BEC gesteckt. Hat problemlos funktioniert.
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    amigaman
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    Anmeldedatum: 22.10.2011
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    BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 06:24    Titel:
    Ein lineares BEC (ein normaler Spannungsregler) funktioniert im Grunde wie ein sich selbst einstellender Vorwiderstand.
    Die kann man eigentlich bedenkenlos parallel schalten, sofern die Spannungen exakt gleich sind, was sie aber leider nie sind.
    Ein kleiner Ausgleichswiderstand von jedem Regler zur Last ist notwendig, damit die Spannung des belasteten Kreises etwas einbricht und der andere Regler einen Teil des Stroms übernehmen kann.
    Dafür reicht u.U. schon ein Stückchen dünneres Kabel, aber man kann es nicht genau sagen, und dann kann es passieren, das ein Regler volle Pulle Strom blastert, die Spannung für den anderen aber immer noch zu hoch ist und er keine Last übernimmt.
    Ergo: Eine Laststromerhöhung kann gehen, verlassen würde ich mich nicht drauf.

    Parallel mit einem Akku ist natürlich besonders *autsch*: Akkus nehmen viel Strom auf, wenn die angelegte Spannung höher als die Akkuspannung ist.
    Andersrum drückt eine höhere (Akku-)spannung rückwärts auf den Regler, die wenigsten mögen das oder sind dagegen geschützt. Sollte ihm etwas aufstoßen und der Regler z.B. einen kurzen bekommen oder einfach nur die in den Chips leider automatisch mit eingebaute Thyristorstrecke anschlagen, liefert er auch die entsprechenden Ströme, und es raucht.

    Bei Schaltreglern ist es ja so, das die nicht als Vorwiderstand funktionieren, sondern eben die Eingangsspannung schnell ein- und ausschalten, wobei das Tastverhältnis die "Übersetzung" ist, eine klassische PWM-Regelung also.
    Eine Spule und ein Kondensator glätten den pulsenden Strom dann etwas, und raus kommt eine Spannung, die immer um den Sollwert pendelt.
    Der Gag ist nun, das die Frequenzen (etliche -zig kHz bis hin in den wenige MHz-Bereich!) zweier Schaltungen nie identisch sind.
    Die Regelung greift als Meßwert die geglättete Spannung, d.h. am Ausgang, ab. Sie könnte aber dort auch sehen, wenn von außen Spannung anliegt, und wenn diese ebenfalls pulst, dann stört das.
    Da die Frequenzen nicht passen, führt das fortlaufende Messen der Spannung dazu, das sich der Messwert mit einer Überlagerungsfrequenz aus eigener Messfrequenz und fremder Schaltfrequenz verändert, und das kann alles von gaaaaanz langsam bis superhektisch sein.
    Leider kann der andere Regler das genauso machen, und schon hast du zwei Teile, die sich gegenseitig anstubsen und dann wieder verstummen, wie wenn du auf einer Party mit jemandem reden willst und der sich auch nicht traut, und wenn, dann fangt ihr beide an, brecht ab und wartet ob der andere weitermacht.
    Die Teile schaukeln sich also gegenseitig auf, und das hat den Effekt, das man nicht genau weiß, welchen Effekt das hat.
    Eine normale Funktion der angeschlossenen Geräte ist damit jedenfalls nicht möglich.

    Die zahlreichen Berichte (wie auch deiner) "wieso, ich hab das ewig so gemacht, hat einwandfrei funktioniert" liegen einfach an 3 Dingen:
    1. Es gibt eine Milliarde Faktoren, die das Ergebnis in beide Richtungen drehen können. Mit ein wenig Glück sind die Kabel lang oder kurz genug, die Frequenzen ausreichend ähnlich oder weit genug auseinander, und und und. Oder eben nicht.
    2. Wie z.B. im Fernseher auch: Du kannst mehr als die Hälfte der Bauteile entfernen, ohne das die Funktion gestört wird. Aber: wenn du die Betriebsparameter leicht veränderst, kann es das auch gewesen sein. Und da gibt es Störstrahlung, Magnetfelder, Spannungen, -Schwankungen, Temperatur, Luftfeuchte, elektrostatische Felder und und und.
    Dein kaputter TV (oder z.B. Modem/Router/WLAN) läuft einwandfrei, solange er läuft, weil z.B. defekte ausgetrocknete Elkos warm noch gut sind.
    Ausschalten, abkühlen lassen, einschalten, "nanu, der hat doch eben noch getan".
    3. die allerwenigsten von uns können kontrollieren, ob das wirklich so ist. Es fehlen Messgeräte, Messungen und Wissen, um festzustellen, ob überhaupt etwas gestört wird. Software kaschiert viel: es gab einen Funkenhersteller (Spektrum?) der dem User erlaubt hat, im Sender abzulesen, wie viele Übertragungsfehler der Empfänger gemeldet hat. Die Funktion wurde schnell mit dem nächsten Update wieder entfernt, weil sich tausende beschwert haben, das selbst auf einen Meter hunderte Fehler auflaufen. Einfach, weil Bluetooth, WLAN, Handies und was weißt du noch für Funkgeräte den Kanal für wenige Mikrosekunden stören, und schwupp hast du einen Bitfehler. Macht aber nix, der Empfänger bekommt so oft Daten, der hält einfach für einen Moment die Werte, die Servos werden ja eh nur 50x pro Sekunde aktualisiert. Es ist also völlig problemlos, und für den User nicht bemerkbar, wenn mal ein paar ms nichts passiert. Für den Controller sind 10,000001V aber mehr als 10V, Digitaltechnik halt, es werden also Fehler gemeldet, die keine Auswirkungen haben.
    Genau so in diesem Fall: Die meisten Geräte stören sich nicht an Störungen. Was glaubst du, wie sich ein Amateurfunker über ein vorbeifahrendes RC-Auto freut... volle 2,4GHz-Band-Belegung, zu hohe Sendeleistung, Störungen durch Funken an Motorkohlen (Servos!), harte Flanken vom PWM mit hohen Strömen, das erzeugt auch schön weitreichende breitbandige Störungen.
    All das prasselt auf RC-Elektronik ein, und meist ist sie so gebaut, das es egal ist. Aber irgendwann ist eben Schluss, und dann steht der Karren, mit Pech für länger.
    _________________
    Gruß, Jens

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    Gartenzwerg
    Werkstatt-Meister
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    Anmeldedatum: 28.01.2004
    Beiträge: 201

    BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 08:25    Titel:
    Danke für die tolle Erklärung!

    Hab das zwar auch mal gelernt, aber bin schon zu lang von der Materie weg, kann also zu diesen Diskussionen auch nie mehr als ein "Nicht machen, kann massive Störungen geben" beitragen Wink
    _________________
    mfg,
    Bernhard

    ca. 30 Autos, 4 Boote und 6 Motorräder... kennt jemand ein Mittel gegen den "Haben will"-Impuls?
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    soundmaster
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    Beiträge: 4276
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    BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 08:28    Titel:
    Danke amigaman für die super Antwort.
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    Totto2010
    Pisten-Papst
    Pisten-Papst



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    Beiträge: 458
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    BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 08:37    Titel:
    Mir hat sich zwar beim lesen das Hirn aufgehangen aber klasse Erklärung!

    Erstmal die ganzen Infos sacken lassen Laughing
    _________________
    Volt 2 Fun Converter
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    amigaman
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    BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 13:09    Titel:
    Hab ich mir schon gedacht, daher erst die kurze Version.
    Aber wer fragt, will Antworten Wink

    Mir eben noch eingefallen:
    Es gibt bei HK ein SBEC, das aus zwei parallelen Reglerplatinen in einem Schrumpfschlauch steckt.
    Die einfache Version hat 3A (obwohl der Original-Chip nur 2,5A peak kann, und wer weiß ob der in den HK-Platinen Original ist), die doppelte 5A.
    Und da ist extra noch ein Zusatzsignal verbunden, damit sich beide ICs gegenseitig verstehen.
    Man sieht aber: Selbst mit den techn. Voraussetzungen wird es mit "doppelt so viel" schwer.
    _________________
    Gruß, Jens

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