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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 15344
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Verfasst am: 27.12.2011, 18:05 • Titel: Der ATOS-Regler Info Thread |
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So manchem sind die - in unserer Sparte bislang recht unbekannten - Regler der Fa. ATOS Modellsport vielleicht schon mal untergekommen - spätestens, seit die Firma offenbar Partner von LMT geworden ist.
Phibes hat's dann vor einem halben Jahr zur Sprache gebracht und nun haben wir den Info-Thread zur Hand
Obelix und ich haben uns mit zwei verschiedenen Reglern eingedeckt - oder besser gesagt, Obelix wurde zunächst mit dem (für seine Zwecke) falschen Regler eingedeckt, den ich ihm dankend abgenommen habe, und wartet nun noch auf seinen richtigen. Aber sehen wir uns erst mal an, welche ATOS Modelle für uns Offroader in Frage kommen!
Match Universal
Der Match Universal ist ein für sein Leistungsvermögen ziemlich kompakter, in ein Alugehäuse gegossener 2-6s Regler. Vom ATOS-Inhaber trotz 120/200A Rating eher für 1/10 Modelle gedacht (weil die Regler so ausgelegt sind, dass sie allesamt ohne Lüfter temperaturstabil laufen), gibt es in manchen Foren auch schon knappe Berichte über 1/8 und MT-Einsätze dieses Reglers.
Alle Daten und Funktionen findet ihr auf der Produktseite bei ATOS
ATOS Alpha
Der ATOS Alpha wird seit neuestem in einer speziellen Car Version angeboten. Dies betrifft nicht nur die Software, sondern auch das Gehäusedesign: spritzwasserfest vergossen und auf einen eigens gefrästen Kühlkörper aufgespannt.
Der Regler ist nicht mehr so kompakt wie der Match, und die lange, schlanke Inline-Bauform erinnert an seinen Ursprung als Flug/Bootsregler. Die Car-Version verfügt nun jedoch über 90° zur Platine gelötete Kabel.
Mit einem Rating von 160/200A und einem kräftigen 6V/6A BEC dürfte der Regler in gängigen 1/8 Modellen vom Buggy bis zum Alubomber-MT keine sonderlichen Schwierigkeiten haben. Vom Hersteller wird der Regler sogar für 1:5 Großmodelle empfohlen, und weil es dort mit 6s knapp werden könnte, gibt es auch eine Version, die für 2-8s Lipo zugelassen ist. Und zwar mit BEC bis 8s, allerdings mit geringerem 135/180A Rating.
Auf der Produktseite finden sich neben den Dateildaten auch zwei Videos vom Alpha im Einsatz. In einem Glattbahner-Serpent werden lt. Video bis zu 4,5kW Leistung umgesetzt.
Obelix und ich werden hier in den nächsten Tagen und Wochen unsere Erfahrungen mit dem Alpha und dem Match posten. Der Alpha kommt in den Savage Flux Baja und Obelix' Match darf im Durango DEX410 an der Seite eines LMT 1920 Platz nehmen. _________________ CULTiges:
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Zuletzt bearbeitet von aaron am 27.12.2011, 18:55, insgesamt einmal bearbeitet |
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 15344
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Verfasst am: 27.12.2011, 18:43 • Titel: |
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ATOS Alpha, erster Eindruck, oder: die äußeren Werte
Mit den Abmessungen von 83 x 34 x 26mm ist der Regler ziemlich groß geraten. Doch sieht man genauer hin, muss es eigentlich heißen: Der Kühler ist ziemlich groß geraten. Der Regler selbst findet nämlich auf einer Platine mit den Abmessungen einer kleinen Streichholzschachtel Platz.
Ein massiver Kühlkörper mit dicken, durchbohrten Kühlrippen und ziemlich viel thermischer Masse umschließt diese Reglerplatine fast vollends. Die Verarbeitung mutet sehr massiv an, sprichwörtlich aus einem Guss. Auf den beiden Bildern sind auch zwei kleine M3 Gewindelöcher zu sehen. Damit kann der Regler am Chassis festgeschraubt werden - zur Befestigung, und zur weiteren Verbesserung der Kühlung. Im Sinne des Zweiteren kommt jedoch das querab gelötete Pluskabel vom Akku in die Quere, das eine flächige Ankoppelung verhindert, wenn man nicht eine Adapterplatte mit den nötigen Aussparungen und einer Dicke von etwa 7mm einplant. Aber gut - die Atos Regler sollen lt. Hersteller ja ihre Leistung ohne zusätzliche Kühlmaßnahmen bringen können.
Trotzdem hätte ich mir bei einem 238 Euro Regler anstelle (sämtlicher!) Kabel entsprechende Buchsen erhofft. Denn im Falle eines Kabelbruchs oder einer im Zuge eines Crashs zerfetzten Isolierung kann man als Endanwender wohl nur die Motorkabel direkt an der Platine austauschen.
Aber um nochmals auf die Befestigungsmöglichkeiten zurück zu kommen: Man kann natürlich auch einen dünnen Silikon(sprit-)schlauch über eine Schraube stülpen, darauf den Regler mit den großen Löchern im Kühler auffädeln und die Spritschlauch dann mit einer Bundmutter klemmen, so wie hier gezeigt.
Damit erhält man eine vibrationsgedämpfte, sichere Montage mit (im Vergleich zu Kabelbindern und Klettband) schneller Demontagemöglichkeit.
Sehr gefallen hat mir dagegen der sittliche Umgang mit den Eingangselkos: Sie fliegen hier nicht frei an ihren Drahtbeinchen herum, oder werden unter einer wärmenden Plastikblende versteckt, sondern sind direkt mit dem Kühlkörper verklebt, der sie abstützt und auch ein wenig Wärme abführen kann. (Das Problem mit ungekühlten Kondensatoren, die sich bei sonst effizienter Reglerkühlung zur Achillesferse mausern kann an dieser Stelle nachgelesen werden)
Auf den Kondensatoren steht übrigens Rubycon drauf - und nachdem der Regler in Deutschland, und nicht im fernen Osten zusammengebaut wird, nehme ich an, dass auch Rubycon drin ist, wenn's drauf steht. Möglicherweise ein Indiz dafür, dass ATOS generell qualitativ sehr gute Bauteile einsetzt. Die Kabel sind z.B. von Muldental-Elektronik, manchen eventuell bekannt von recht hochwertig konfektionierten Servo-Verlängerungskabeln.
Am Regler findet sich auch noch eine Batterie DIP-Schalter. Nr. 6 (PRG) ist zum Kalibrieren des Reglers auf die Knüppelwege der Fernsteuerung da, die anderen werden in den kommenden Postings näher betrachtet.
Mein erster Eindruck: Massive Verarbeitung, wie ich sie bei preislich ähnlich gelagerten Produkten (Castle MMM, LRP SPX & Co) noch nicht erlebt habe. Viele intelligente Befestigungsmöglichkeiten, jedoch fix verkabelt. _________________ CULTiges:
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obelix Werkstatt-Meister

Anmeldedatum: 27.05.2007 Beiträge: 232
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Verfasst am: 28.12.2011, 14:18 • Titel: |
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Match Regler, erster Eindruck
Regler macht, wie beim Alpha auch einen hochwertigen Eindruck. Wird genau so spritzwassergeschützt im Gehäuse-Kühlkörper vergossen. Beim Match, wird die Anordnung der Kondensatoren anders ausgeführt. Hier ist auch zu erkennen, daß der Match für 1/10er Modelle gedacht ist (damit die Baugröße so klein als möglich ist und bleibt). Auf Wunsch kann man die Kondensatoren auch nach außen frei hängend anlöten, aber wieviel Sinn würde das machen?! Eines soll auch noch erwähnt werden, was das Gehäuse-Kühlkörper betrifft. Es gibt das Gehäuse in 2 Ausführungen, je nachdem, ob man ein Alu-Chassis (niedrigeres Gehäuse-Kühlkörper wie im Foto, damit wird das Chassis als weiterer Kühlkörper verwenden) oder man hat ein Chassis aus "Verbundkunststoff" oder Karbon (um ca. 10-12mm höheres Gehäuse-Kühlkörper, weil die Temp. nicht über das Chassis abgeleitet werden kann).
Was ich noch gut finde, daß die Anordnung der Kabel am Regler frei wählbar ist, ob senkrecht oder waagerecht, wie man es braucht.
Um nochmals zu zeigen warum der Match in einem 1/10er besser aufgehoben ist als in einem 1/8er, ein Größenvergleich gegenüber dem MMM.
Jetzt muß er noch seinen Platz im Auto finden inkl. Testfahrt und dann kommen weitere Eindrücke und Ergebnisse. |
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Men_TOS CULT-Urgestein


Anmeldedatum: 14.09.2008 Beiträge: 1185
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Verfasst am: 28.12.2011, 14:56 • Titel: |
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Klasse das du einen Testbericht für den "Marktneuling" erstellen darfst.
Ich warte gespannt auf deine Messergebnisse und die subjektiven Eindrücke beim Regelverhalten.
Ein extra Bewertung der DIP-Schalter bzgl. Erschütterungsfestigkeit und Staubbeständigkeit würde mich noch interessieren, ebenso ob diese genau so Spritzwasserbeständig sind wie der Rest des ESC.
Endlich mal wieder ESC die ohne aktive Kühlung betrieben werden dürfen  _________________
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 15344
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Verfasst am: 28.12.2011, 15:30 • Titel: |
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Zitat: |
Klasse das du einen Testbericht für den "Marktneuling" erstellen darfst. |
Nicht damit es Missverständnisse gibt; Wir haben beide die Regler zum vollen VP erworben, wir dürfen damit machen, was wir wollen!
Die DIP-Schalterbatterie würde ich im Betrieb einfach mit einem Streifen Klebeband abkleben. So oft muss man sie ja nicht verstellen.
ATOS Alpha, Gedanken zum Einbau
Der Alpha soll den Toro8 HPE in meinem Savage Flux Baja ersetzen, welchen ich aufgrund des zu schwachen BECs vorerst aufgeben musste
Der Flux Baja ist im Prinzip ein Monsterbuggy im Maßstab 1/7. Je nach Akku- und Dämpferbestückung liegt das Gewicht bei 6,5-7kg. An dem Modell werden noch einige Verbesserungsarbeiten fällig.
Zunächst mussten mal die Kabel am Alpha etwas anders geführt werden, als flugs etwas Schrumpfschlauch über das Pluskabel, welches unter den Kondensatoren hindurch auf die andere Seite geführt wird:
Dann hat sich herausgestellt, dass die beiden M3 Gewindelöcher im Kühlkörper exakt denselben Abstand haben, wie die Bohrungen für die Reglerplatte der Original Flux-TVPs - nämlich 41mm. Ein kleines Provisorium mit den Original TVPs und Stellringen als Abstandshalter zur Verdeutlichung:
Der Kühlkörper steht nun gut im Fahrtwind, die DIP Schalter lassen sich über die Ausnehmung im Chassis von unten erreichen.
Dieser Tage werde ich ins Modellbaugeschäft schauen und mir ein paar Stecker/Buchsen für die Vebindung zwischen Regler und Motor zulegen, dann geht's wieder weiter! _________________ CULTiges:
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aaron Administrator

Anmeldedatum: 15.01.2003 Beiträge: 15344
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Verfasst am: 09.01.2012, 18:54 • Titel: |
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ATOS Alpha - Boxenstopp
Inzwischen hatte ich den Regler konfektioniert - akkuseitig mit Deans, motorseitig mit 5,5mm Lamellenstecker von Nessel Elektronik (danke an obelix für den Tipp und einen 3er Satz zum Probieren)
Dip Schalter 6 zum Programmieren umgelegt und los gings. Die erste Programmierung ist interessanterweise fehlgeschlagen, obwohl der Regler alle Knüppelstellungen korrekt erkannt hat. Beim zweiten Mal hat es dann geklappt. Also Akku (3s) abstecken, DIP Schalter für den Normalbetrieb wieder auf OFF stellen und dann wieder ran an den Akku. Die Töne, die der Regler über den Motor ausgegeben hatte, waren verdächtig leise. Zumindest wusste ich von Obelix' Match, dass die ATOS Regler mit normaler Lautstärke piepsen.
Den Motor, ein Tork 2200kV alias Castle 1515 hatte ich ebenfalls ausgebaut, um die Komponenten mal im Leerlauf zu betreiben... was eine sehr gute Idee war, wie sich herausgestellt hat:
Zunächst hat der Motor nur sehr langsam hochgedreht. Die Hochlaufzeit an 3s von 0 auf Vollgas hat etwa 1-2 Sekunden betragen, fast so wie ein äußerst fett eingestellter Verbrennungsmotor.
Auch bei Vollgas zeigte der Motor Verbrennerallüren: Es war kein sauberer Lauf möglich, sondern es traten immer wieder kleine Rucker, vergleichbar mit Fehlzündungen auf. Ferner erreichte der Motor mit jedem Neutral-Vollgas-Neutral Zyklus eine (hörbar) andere Drehzahl. Ergo: Der Motor wurde sehr schlecht kommutiert und ist in der kurzen Testzeit auch gut warm geworden...
... jedoch nicht so warm wie der ATOS, der zu diesem Zeitpunkt (also eine Minute Leerlaufbetrieb) am Kühlkörper schon gute 45°C (geschätzt, nicht gemessen!) vorweisen konnte. Vermutlich ein Kurzschluss in der Endstufe.
Weil ich es wissen wollte, habe ich dann noch 6s angehängt, doch da brauchte ich den Motor gar nicht anzuwerfen: Der Alpha zischte bereits drauf los und sprühte Funken unterhalb der Kondensatoren.
Eine Fehlersuche meinerseits erübrigte sich, zumal rein äußerlich keinerlei Beschädigung festzustellen war, und der Motor am Toro8 einwandfrei läuft.
Mein Alpha ist daher seit heute wieder auf dem Weg zum Hersteller. _________________ CULTiges:
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PascalPro10 neu hier
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Verfasst am: 23.01.2012, 17:27 • Titel: |
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und... hast du den Regler zurück erhalten und konntest diesen in Betrieb nehmen?
Im Shepherd Velox E8 (1/8 onroad) funktioniert er 1A!!!
Irgend was bei deinem Regler war sicher faul... ich nehme an, dass ein Umtausch reibungslos möglich war  |
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aaron Administrator

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PascalPro10 neu hier
Anmeldedatum: 10.11.2011 Beiträge: 8 Wohnort: Oberlunkhofen
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Verfasst am: 24.01.2012, 01:00 • Titel: |
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Anbei ein Video vom "noch alten" Regler:
http://www.platzhirsch.net/fahrzeuge/
Die Serien Regler sind nun in Produktion!
Regler der Serie verfügen über noch mehr Kühlfläche als der im Video getestete (bei gleicher Baugrösse) und das Gewicht wurde nochmals reduziert (die gezeigte Version ist bereits mit der neusten Softwareversion).
Die oben gezeigte Anwendung ist extrem, da das Gripniveau enorm hoch, der Teillast Bereich massiv und der Anpressdruck enorm ist.
Indoor Belastungen sind höher als bei Outdoor-Anwendungen.
Die Kondensatoren sind bei der Serie unempfindlich Schläge und Stösse verbaut. |
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aaron Administrator

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