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Setup für Einsteiger

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    aaron
    Administrator



    Anmeldedatum: 15.01.2003
    Beiträge: 15329
    Wohnort: Bruck an der Leitha

    BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 16:32    Titel: Setup für Einsteiger
    Dieses Posting richtet sich an den Einsteiger, der eher "im Gelände" fährt, als auf präparierten Bahnen im Club-Umfeld. Ich gehe dabei von einem Elektro-Buggy aus, für Verbrenner gilt's aber auch.


    1. Die Grundregel

    Ausgegangen wird immer vom Baukastensetup - bis auf weniger Ausnahmen ist das eine brauchbare Grundlage fürs "Feintuning"


    2. veränderbare Faktoren, die das Fahrverhalten beeinflussen (geordnet nach Gewichtung)

    1. Reifenwahl
    2. Dämpfersetup
    3. Bodenfreiheit
    4. Antstellwinkel der vorderen Lenkhebel (Kickup > Anti Dive > Nachlauf)
    5. Spur (v+h)
    6. Sturz


    3. Die Details

    ad 1.
    Da die Reifen im Normalfall das einzige sind, was Chassis und Untergrund verbindet, ist der "richtige Reifen" eine Grundvoraussetzung für gutes Fahrverhalten.
    Weitere Details (speziell für 1:10 Modelle) hier

    ad 2.
    Die Dämpfer bestimmen, in welcher Weise die Reifen Kontakt zum Untergrund haben sollen, sie beeinflussen großteils, wie sich das Fahrwerk in den verschiedensten Situationen (Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahren, Landung) verhält.
    Eine allgemeine Dämpfer-FAQ und Leitfaden zur "richtigen" Einstellung gibt es hier

    ad 3.
    Die Einstellung der Bodenfreiheit steht im direkten Zusammenhang mit den Dämpfern, da sie durch "Vorspannen" der Federn justiert wird.
    Die "richtige" Einstellung der Bodenfreiheit kann das Fahrverhalten entscheidend verbessern.
    Generell soll die Bodenfreiheit so eingestellt sein, dass die Schwingen an vorder und Hinterachse bei fahrfertigem Buggy parallel zum Boden stehen (= eine Linie bilden) wenn die Federung einmal durchgedrückt wurde.
    Hohe Bodenfreiheit kann in manchem Gelände von Vorteil sein, dabei handelt man sich zwei Nachteile ein:
    - der Schwerpunkt liegt höher
    - Fahrwerk kann die Rollbewegung in Kurven nicht mehr ausgleichen, weil negativer Federweg fehlt. (Hoher Schwerpunkt erhöht Rollneigung)

    Beides wirkt sich negativ auf's Handling aus, am deutlichsten wahrscheinlich in Form von "Traction Rolling", dem Kippen des Fahrzeuges in schnellen, engen Kurven. (Zuviel Seitenführung, zu hoher Schwerpunkt und zuviel Rollneigung)

    ad 4.
    (Für die Zwecke dieses Setup-Guides schreiben wir Kickup, Anti-Dive und Nachlauf dieselbe Funktion zu - wer genaueres wissen will -> RC-Lexikon )
    Obwohl die Einstellungen (werden an der Vorderachse durchgeführt!) drastische Auswirkungen auf das (Ein-)Lenkverhalten haben, gibt es leider nur sehr sehr wenige Einsteigermodelle, die hier überhaupt Justierungsmöglichkeiten bieten.

    Wie der Nachlauf (bzw. Anti-Dive) eingestellt wird, ist von Modell zu Modell höchst unterschiedlich, hier also am besten im Handbuch nachsehen oder im Forum fragen.
    Mehr Nachlauf (Lenkhebel weiter nach hinten "gekippt") führt zu einem spürbar sanfteren Einlenken, weniger Nachlauf dagegen zu zackigerem Lenkverhalten und schnellem Richtungswechsel. Mehr Nachlauf ist im Allgemeinen angenehmer zu fahren, ohne dem Modell seine Agilität zu nehmen.

    ad 5.
    An der Hinterachse gibt es nur zwei Möglichkeiten; entweder schauen die Reifen von oben in Fahrtrichtung gesehen zusammen oder sie stehen parallel.
    Leicht zusammenlaufende Reifen ergeben ein gutmütiges, selbststabilisierendes Fahrverhalten und ist daher im Hinblick auf das leicht zu beherrschende Einsteigermodell zu bevorzugen.
    Mit parallelen Hinterreifen lassen sich geringfügig höhere Geschwindigkeiten erzielen, der selbststabilisierende Effekt geht dabei jedoch mit allen Konsequenzen verloren.

    Genauso wie beim Nachlauf, gibt es auch bei der Spur der Hinterachse von Modell zu Modell verschiedene Einstellmöglichkeiten, wobei die meisten Einsteigermodelle mit einem gewissen Grad an Vorspur ausgestattet sind, welcher sich nicht weiter verändern läßt - auch nicht tragisch.
    Für alle anderen sollte die Vorspur etwa 1-3° der Reifen zueinander(!) betragen (also 0,5°-1,5° pro Reifen zur - gedachten - Chassismittellinie)

    An der Vorderachse wird die Spur bei allen Modellen über die Spurstangen der Lenkhebel eingestellt, sofern diese eine Einstellung zulassen (Gewindestangen müssen zum Verstellen ausgebaut werden, R/L Gewindestangen können direkt am Fzg eingestellt werden und sind durch einen angeformten Vier- bzw. Sechskant oder einem Loch zum einhaken erkennbar)

    Die Spur an der Vorderachse kann 3 verschiedene Positionen annehmen:
    Vorspur - die Reifen weisen von oben gesehen in Fahrtrichtung zusammen
    Parallelspur - die Reifen stehen parallel zueinander
    Nachspur - die Reifen weisen von oben gesehen in Fahrtrichtung auseinander.

    Werden die Spurstangen verkürzt, so geht die Einstellung Richtung Nachspur, werden sie verlängert, so geht die Einstellung Richtung Vorspur.

    In der Theorie bringt Vorspur einen besseren Geradeauslauf, Nachspur dagegen schnelleres Einlenken - in der Praxis macht sich diese Einstellung auf unpräparierten Pisten & Gelände kaum bemerkbar, solange sie sich im "Normbereich" von 2° Vorspur - 2° Nachspur bewegt.

    Wichtig aber, auf Symmetrie achten, sowohl bei der Hinterachse als auch bei der Vorderachse!

    ad 6.
    Sturz - Radsturz wird ebenfalls (meistens) über Spurstangen eingstellt - die oberen Querlenker.
    Generell sollte der Radsturz "leicht negativ" sein - also die Reifen weisen von vorne (oder hinten) gesehen nach oben leicht zusammen.
    Der Sturz sollte nicht mehr als 2-3° betragen, die Einstellung hat, solange sie sich in diesem "Normbereich" bewegt, keine wirkliche Auswirkung im Gelände, vor allem dann nicht, wenn man mit den (dort empfohlenen) Reifen mit eher gekrümmter Lauffläche fährt und wurde von mir deshalb als letzter Punkt aufgezählt.

    Auch beim Sturz an Vorder und Hinterachse gilt: auf Symmetrie achten!


    zum Abschluss noch ...

    Mit den Punkten 1-4 sollte sich JEDER Offroader auseinandersetzen, der sich mit der Thematik "Beeinflussung des Fahrverhaltens durch gezielte Maßnahmen" auseinandersetzen will. Wink
    Die Punkte 5 und 6 (sowie weitere hier nicht genannte) sind dann eher für präparierte Pisten interessant, auf unebenem Gelände kommen sie kaum zum Tragen.

    Hier geht's weiter zum Setup für Fortgeschrittene.

    ### edit by Skorpion: Ich habe den Link korrigiert ###
    ### edit by aaron: Threadformatierung und übrige Links korrigiert ###
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    Zuletzt bearbeitet von aaron am 07.06.2008, 11:03, insgesamt 2-mal bearbeitet
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    BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 08:01    Titel: Hinweis
    Hallo aaron,
    leider funktioniert dein angegebener Link nicht mehr.
    Hier ist das update zu finden:
    http://www.offroad-cult.org/Board/viewtopic,p,77561.html#77561
    VG Sylvio
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    aaron
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    Anmeldedatum: 15.01.2003
    Beiträge: 15329
    Wohnort: Bruck an der Leitha

    BeitragVerfasst am: 05.06.2008, 23:25    Titel:
    hm, ich seh grad, da funktionieren einige Links nicht mehr - und die Formatierung hat es auch zerschossen.
    Forumsumzug mit Spätfolgen sozusagen - und meine To-Do Liste wird mal wieder länger Rolling Eyes Wink
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    Beiträge: 61
    Wohnort: Bishausen (Nörten-Hadbg.)

    BeitragVerfasst am: 21.12.2009, 18:14    Titel: Danke
    Hi,
    ein dickes Lob das hat mir sehr viel weitergeholfen.

    Falls ich was suche finde ich es hier immer...

    Weiter so!
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    Beiträge: 20

    BeitragVerfasst am: 13.04.2010, 23:44    Titel:
    Das sind wirklich gute Tipps. Werd ich bei meinem nächsten Ausritt beherzigen!
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