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Thunder Tiger EB4-S3 RTR: der Info-Thread

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    wolfi
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    Anmeldedatum: 22.08.2006
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 10:07    Titel:
    hm - aha - eigenartig - ist mir in der weise noch nicht passiert.

    hast pn

    gruß wolfi
    _________________
    ThunderTiger Racing - Team Austria
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    aaron
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    Anmeldedatum: 15.01.2003
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 12:01    Titel:
    danke für dein Angebot, wolfi! Smile

    Weiter geht es mit der

    Lenkung und Servosaver

    Vorweg, die Lenkung hat sich in den letzten Jahren zu meinem persönlichen Liebling an verschiedensten RTR-Modellen gemausert.
    Denn es ist teilweise richtig erheiternd, auf welch kreative Weise sich manche Hersteller ihre sonst z.T. fehlerfreien Modelle sabotieren. Das Spektrum an "Lenkungssystem-Sünden" reicht hier von schlichtweg unpassender Materialwahl über chronisch unterdimensionierte Servosaver bis hin zu recht ungünstigen Anlenkungen.
    Thunder Tiger machts zum Glück richtig.

    Hier einmal ein Überblick über alle Lenkungsteile:


    Die Lenkhebelträger sind kugelgelagert(!), die Servosaver-Feder ist mit einer Drahtstärke von 2,1mm und steiler Windung genau richtig.
    Die Wirkung des Servosavers kann mittels Rändelmutter von "mäßig nachgiebig" bis "bombenfest" eingestellt werden.


    Wie für einen 1/8er üblich, wird die Lenkung auf separaten Säulen aufgefädelt. Die Lenkpfosten werden über M3 Schrauben mit dem Chassis verschraubt, und ich würde empfehlen, hier gute Schraubensicherung zu verwenden und die Schrauben richtig fest anzuziehen.
    Denn obwohl sie ab Werk schon gut gesichert waren, ging (als einzige) eine Schraube an dieser Stelle verloren. Ich habe als Ersatz gleich Schlitzschrauben verwendet, da sie gegenüber einer Senkkopf-Innensechskant Schraube belastbarer und weniger schmutzempfindlich sind.
    Des weiteren leiden die unteren Kugellager unter der von vielen Modellen bekannten Problematik: da die Lenkhebel ein wenig axiales Spiel haben, sammeln sich Staubkörner zwischen Sockel und Kugellager und werden dann mit Gewalt ins Lager gepresst. (Die Lenkungslager laufen jetzt schon ein klein wenig rau)
    Ein einfacher aber wirkungsvoller Trick dagegen besteht darin, kleine Schaumstoffringe über zu ziehen, und so verhindern, dass Staub und Schmutz an die Lager gelangen kann - hat sich bei mir schon seit Jahren bewährt Smile



    Links im Bild: Die Lagerung der Lenkungsplatte geschieht ganz zivilisert über Stahlbuchsen, die in die Kunststoff-Lenkhebel eingesetzt werden.
    Zum Fixieren der Lenkungsplatte werden Stoppmuttern verwendet (Mitte). Wenn der Servosaver sehr locker gefahren wird, empfehle ich die Stoppmuttern verkehrt herum, mit dem Sicherungsring nach oben anzuschrauben, damit sie besser gegen die Lagerbuchse drückt und nicht versehentlich den Kunststoff klemmt. Denn leider führt das Arbeiten des Servosavers wie bei vielen anderen Modellen zur Verspannung der Lenkungsplatte.
    Die 3mm starke Lenkungsplatte wirkt an den Enden durch die doppelten Senkbohrungen für die Spurstangenanschlüsse etwas dünn. Dazu kommt noch der größere Hebel, weil die Kugelköpfe mit einem Distanzring versehen sind.
    Haltbarkeitsprobleme hab es aber bislang keine.

    Ganz allgemein gefällt mir an der Lenkung die saubere Verarbeitung: Da wird keine einzige Schraube in Kunststoff gedreht, sondern alle Anlenkungen erhalten als Gegenlager eine ordentliche Stoppmutter - einen entsprechend wertigen Eindruck hinterlässt dann das Ergebnis.


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    Zuletzt bearbeitet von aaron am 13.10.2007, 15:13, insgesamt 3-mal bearbeitet
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    wolfi
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    Anmeldedatum: 22.08.2006
    Beiträge: 1673
    Wohnort: Österreich

    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 12:20    Titel:
    Zitat:
    Ein einfacher aber wirkungsvoller Trick dagegen besteht darin, kleine Schaumstoffringe über zu ziehen, und so verhindern, dass Staub und Schmutz an die Lager gelangen kann - hat sich bei mir schon seit Jahren bewährt


    Hi - das finde ich eine geniale Idee Very Happy aber woher bekommt man so kleine Schaumstoffringe?? oder machst du dir die irgendwie selbst???

    Gruß Wolfi
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    aaron
    Administrator



    Anmeldedatum: 15.01.2003
    Beiträge: 15340
    Wohnort: Bruck an der Leitha

    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 12:44    Titel:
    Wolfi, das solltest jetzt aber wissen Wink



    AS-6272 von Associated
    - oder selbermachen.
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    aaron
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 15:04    Titel:
    Verstrebungen und Verstärkungsplatten

    Um die Getriebeboxen gut am Chassis abzustützen werden beim EB4 S3 RTR als "Flat Chassis" Version Abstrebungen benutzt.


    Die vordere Platte ist dabei insofern interessant, weil sie gleichzeitig die (Alu-Guss) Aufnahmen für die Stifte der oberen Querlenker trägt. Das ist eine technische Notwendigkeit, weil die oberen Querlenker des Thunder Tiger Buggys etwas breiter geraten sind - da sie die Dämpfer umschließen.
    Sieht jedenfalls erfrischend anders aus Smile


    An die Servosaver-Platte angeschlossen folgt die Abstützstange der Vorderachse. Die besteht aus einer R/L Gewindestange mit Kugelpfannen an beiden Enden und den entsprechenden Kugelköpfen an Chassis und Oberdeck-Platte.
    Bei Einbauen der Strebe sollte man darauf achten, dass keine unnötigen Spannungen auftreten, die im schlimmsten Fall das Chassis verziehen.
    Dazu dreht man mit einem Gabelschlüssel die R/L Stange testweise in beide Richtung - bis sich die Strebe ein kleines Stück weit leichtgängig in den Kugelköpfen hin und her drehen lässt. (Eventuell hat sie dabei soagr ein klein wenig Spiel in den Gelenken)
    Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass die Strebe die optimale Länge hat.


    An der Hinterachse kommt eine recht ausladende Versteifung zum Einsatz. Ihre drei Befestigungspunkte, nämlich am Heckflügelhalter und zweimal am Chassisboden, sind zwar aus Kunststoff, alle Schraubverbindungen werden jedoch mit einer Stoppmuttern gekontert, sodass hier ein solider Kasten entsteht.
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    aaron
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 16:47    Titel:
    Als nächstes sind die

    RC-Komponenten

    an der Reihe.


    Viel Aufregendes gibt es hier wirklich nicht zu berichten: Standart-Kost mit Laydown-Lenkservo eben Smile
    Die Haltepfosten der RC-Platte finden mit einem Sechskant formschlüssig Platz in den entsprechenden Ausnehmungen der Lenkservohalterung, womit sie sich beim Festschrauben nicht durchdrehen können.


    Die Lenkservohalterung fasst zum Glück auch größere Servos ohne Intervention des Dremels - wie hier z.B. das Flaggschiff-Servo aus dem Hause TT


    Mein Beitrag zum Thema Betriebssicherheit im Modell: Wer unbedingt mit einem Schiebeschalter fahren will, schneidet sich aus Kunststoff ein kleines Plättchen aus, welches, mit einer Halteschraube des Schalters festgemacht, dieses vorm versehentlichen Ausschalten bewahrt.


    Und damit ist es wieder einmal Zeit für eine Chassis-Gesamtansicht...
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    wolfi
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 16:48    Titel:
    aaron hat Folgendes geschrieben:
    Wolfi, das solltest jetzt aber wissen Wink
    AS-6272 von Associated
    - oder selbermachen.


    Embarassed Embarassed
    aber es dürfte sich um ein Teil, welches eher im Elektrobereich genommen wird handln - daher kenn ich es nicht Very Happy

    Aber Danke - steht schon auf der nächsten Bestellliste Very Happy

    Gruß Wolfi
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    aaron
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    BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 16:55    Titel:
    Jep!



    Wird normalerweise als Abdeckung für Kugelpfannen an der Aufhängung verwendet. Mittlerweile nehm ich es aber schon für viele Sachen - hat irgendwie was von WD40, was die Anwendungsvielfalt betrifft Very Happy
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    aaron
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    BeitragVerfasst am: 14.10.2007, 20:15    Titel:
    Die Vorderachse

    Die Vorderachse des Thunder Tiger EB4-S3 ist wohl jener Teil am gesamten Modell, wo er sich am meisten vom übrigen 1/8er Feld abhebt.
    Die Vorderachse bietet nämlich eine PBS-Aufhängung, crashgeschützte, weil hinter der Dämpferbrücke montierte Stoßdämpfer und eine recht unkonventionelle Ausführung der ausladenden oberen Querlenker.



    Die Bestandteile der Radträger auf einen Blick: wuchtige 15mm Stahlkugeln mit langen M6 Schraubzapfen, die einen guten Halt im Querlenker gewährleisten sollen.
    Das Kugelgelenk wird durch Kunststoffeinsätze komplettiert, welche mit den 15 Millimeter Feingewindeeinsätzen aus Alu im Radträger gegen die Kugeln drücken.
    Beim Zusammenbau ist auf zweierlei zu achten:
    1. die Gewindeeinsatze müssen vorsichtig angesetzt werden, damit sie beim Eindrehen nicht verkanten. Am besten ist es, sie zuerst gegen den Uhrzeigersinn zu drehen, und sobald sie "abrutschen" (=Gewindegang im Radträger zu Ende) vorsichtig im Uhrzeigersinn hinein zu drehen.
    2. die Kugeln sollten sowenig Spiel wie möglich haben, und dabei immer noch leichtgängig hin und her bewegt werden können. Haben die Kugeln zu viel Spiel, kann sich leicht Staub festsetzen, der die Aufhängung verschleißt. Umgekehrt führt zu starkes Eindrehen zu einer schwergängigen Aufhängung, was natürlich auch nicht optimal ist.
    Beim EB4-S3 RTR klappt das selbst nach den ersten Probefahrten noch sehr gut: die Kugeln sind bei keinem fühlbarem Spiel noch immer leichtgängig.
    Gefettet muss an dieser Stelle durch die Stahl-Kunststoffpaarung nichts werden.
    Als Radlagerung kommt eine Kombination aus 16x8x5mm (außen) und einem größeren 19x10x5mm Lager zum Einsatz.


    Hier wieder ein kleines Staubschutz-Special Wink
    Wer einen sehr(!) weichen Schaumgummi übrig hat, der kann sich daraus Würfel schneiden und auf die PBS-Zapfen auffädeln. Ist der zugeschnittene Würfel breit und hoch genug, werden die Schlitze der PBS-Aufhängung beim Federn und Lenken stets vollständig abgedeckt, was das Eindringen von Staub restlos unterbindet.
    Aber wie gesagt, der Schaumgummi muss sehr locker und weich sein, sonst behindert er die Aufhängung.


    Dritthersteller einmal außer Acht gelassen, war Mugen der erste Hersteller, der eingesehen hat, dass ein Querlenker-Stahlstift in einer Alu-Halteplatte auf Dauer keine gute Idee ist. Mit dem MBX-5 haben sämtliche Halteplatten Kunststoff-Einsätze bekommen, um den Verschleiß auf ein einziges Teil zu konzentrieren... und nebenbei (aber das war vermutlich der Hauptgrund) auch flott Anti-Dive oder Vorspur durch verschiedene Inserts wechseln zu können.
    Bei Thunder-Tiger sieht das wie bei mittlerweile vielen anderen Herstellern genauso aus - gefällt mir! Smile





    Das ist die vorläufige Vorderachse in ihrer halben - weil noch nicht komplett - Pracht.
    Wie man sieht, "krallt" sich der vordere Querlenkerhalter ein wenig am Chassis fest, um an dieser Stelle die Getriebebox zu entlasten.
    Entlastet wird die Getriebebox auch auf der Höhe der Dämpferbrücke, denn zumindest die unteren beiden ihrer sechs (M3) Befestigungsschrauben sind mit Stoppmuttern gekontert.
    Die Stabiaufnahmen haben beim RTR-Modell keine Funktion, weil keine Stabilisatoren inkludiert sind. (Ich muss zugeben, ich bin ohnedies kein ausgesprochener Stabi-Fan und hätte sie vermutlich gleich ausgebaut...)

    Hier sieht die Vorderachse schon ein wenig vollständiger aus...


    Zur Versteifung der oberen Querlenker wird ein Röhrchen in die Dämpferbrücke eingefädelt, welches die "Gabel", welche der Querlenker bildet, abstützt.
    Das hört sich ein wenig nach Fummelei an - und genau das ist es auch, wenn man es zum ersten Mal baut. Doch der Querlenker ist flexibel genug, sodass man ihn an dieser Stelle etwas spreizen kann, womit die Sache auch schon wieder gegessen ist.


    Der Klassiker: die verkehrt herum montierte Stoppmutter an der Anlenkung gewährt den Kugelgelenken etwas mehr Spielraum, sodass sie an den Extremen des Federweges nicht schwergängig werden.


    Mit dem Anbau der Halterung für die oberen Querlenker ist die Vorderachse auch schon komplett. Hier gibt es allerdings noch ein Aha-Erlebnis:


    Bevor die Platte festgezogen wird (orangefarbene Pfeile unten) sollten erst die fünf Schrauben der Verstärkungsplatte gelockert werden (goldgelbe Pfeile)
    Da die hintere Aufnahme der oberen Schwingen nämlich auf dieser untergebracht sind, und Thunder Tiger der Aufhängung des EB4-S3 löblicherweise so gut wie kein Spiel zugesteht, kann es passieren, dass die Aufhängung ein wenig klemmt - bei mir war die rechte Seite betroffen.
    Mit den gelockerten Schrauben kann alles noch ein wenig zurechtrücken, sodass die Aufhängung selbst nach dem Einsetzen der Nachlauf-Klips beim Anheben reibungslos zu Boden plumpst.

    Mit der Vorderachsaufhängung hat Thundertiger eine interessante Idee verfolgt, welche bisweilen ein wenig Großmodell-Flair vermittelt.
    Was auf den Bildern recht ästhetisch aussieht, wird aber in der Praxis durch die quasi dreifache Lagerung aufwändiger als einige andere Konstruktionen im 1/8 Bereich. Die Montage der vorderen oberen Halteplatte mit zwei kleinen M3x10mm Schrauben wirkt unterdimensioniert, die Abstützung an der Dämpferbrücke (zumindest nach innen) macht das aber wieder wett. Aufpassen muss man nur, dass man die kurzen Schräubchen nicht versehentlich überdreht. (Ich würde notorischen Schrauben-über-drehern dazu raten, an dieser Stelle 3x12mm Grobgewindeschrauben zu verwenden. Die halten zwar nicht besser, doch das grobe Gewinde ist haltbarer.)

    Die unteren Querlenker sind sehr solide ausgeführt, hier wird im Ernstfall eher die hintere Halterung zur (Soll-)Bruchstelle. Die geschmeindige PBS-Anlenkung rundet meinen sehr positiven Eindruck von der ungewöhnlichen Vorderachse ab.
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    aaron
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    BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 17:49    Titel:
    So, nach einer kurzen Pause geht es weiter mit dem Bau des Thunder Tiger EB4-S3 Smile

    Heute habe ich von wolfi eine neue Getriebebox bekommen - nochmals danke an dich!
    Zur Erinnerung: in diesem Posting hatte ich beklagt, dass eine fest zugeschraubte Getriebebox die Lager blockiert.
    Und tatsächlich hat meine alte Getriebebox die Lager verklemmt - aber es war nicht ganz so, wie ich gedacht hatte ...

    Schauen wir uns einmal beide Getriebeboxen im Vergleich an - links das Original, wolfi rechts:



    Beide Getriebeboxen wurden 1x fest zusammengeschraubt und dann die Schrauben wieder entfernt.
    Man sieht, dass wolfis Getriebebox im zerlegten Zustand einen kleinen Spalt an der Lagerausbuchtung hat, während er bei der Originalbox nicht mehr vorhanden ist.
    "Aha", habe ich mir gedacht, "TT hat die Getriebeboxen zu fest zugeschraubt und dabei das Material ein bissl gestaucht!" > größere Lageröffnung = leichtgänges Getriebe.

    Und so habe ich Diff und Triebling in die neue Getriebebox gebaut, zugeschraubt und ... Fühlt sich gut an! Kein Klemmen, super!

    Jedenfalls so lange nicht, bis ich die letzte Schraube zugezogen habe, denn dann ging es schon wieder los mit der Schwergängigkeit.
    Dazu muss ich aber sagen, dass das Problem mit der neuen Getriebebox wesentlich weniger stark ausgeprägt war.
    Nur irgendwie war ich an dieser Stelle mittlerweile absolut ratlos:

    - Die Lager sind im ausgebauten Zustand absolut leichtgängig
    - auch sonst sind keine Schleifspuren (z.B. vom Tellerrad) an der Getriebebox zu erkennen
    - was mach ich?

    Von einer gewissen Ahnungslosigkeit begleitet, habe ich halt einmal begonnen, die Diffs zu zerlegen - vielleicht fällt mir auf dem Weg zum hintersten Kegelrad ja noch irgendetwas ein.
    So weit habe ich dann doch nicht schrauben müssen - denn auf halbem Weg dorthin fällt mir nämlich das tellerradseitige Kugellager in die Hände. Rein aus Gewohnheit will ich es auf Leichtgängigkeit testen, und stelle fest, dass sich mein Kugellager zum Gleitlager gemausert hat! Embarassed

    Durch die gute Schmierung zwischen Diff und Kugellager konnte man das beim Andrehen am Diff nicht unterscheiden, weil natürlich auch die gummigedichteten, fettgefüllten Lager nicht absolut leicht laufen.
    Nur wenn dann noch von außen Druck kommt, dann macht es einen erheblichen Unterschied, ob drinnen die Kugeln rollen oder stecken Razz
    Tja, so kann's kommen...

    Warum das Lager nach vielleicht 1,5 Litern einfach kollabiert ist, kann ich nicht wirklich sagen.
    Vielleicht war's ein Serienfehler, vielleicht wars der Druck der Getriebeboxhälften ... vielleicht war es auch die axiale Last, denn das Lager befindet sich genau hinterm Tellerrad. Das gegenüberliegende Lager ist absolut in Ordnung.
    Ich habe die Gummidichtungen entfernt (dünne Stecknadel am Innenring einfädeln, unter dem Gummi am Außenring wieder herausführen und dann die Dichtung einfach mit der Nadel abziehen) und das Lager gereinigt. Schmutz war nicht wirklich drinnen, aber nachher ist es ganz makellos gelaufen Confused

    Mangels Ersatz habe ich es daher neu gefettet, zugemacht (der Kopf der Stecknadel hilft sehr gut beim Andrücken der Dichtringen!) und wieder eingebaut - und siehe da, alles läuft jetzt wunderbar leichtgängig, auch mit fest angezogenen Schrauben Smile

    Hinterher habe ich beide Getriebeboxen nochmals mit je einem losen Lager diffseitig getestet, und siehe da, in der Originalbox laufen die Lager - nein, diesmal keine Gleitlager Wink - wirklich deutlich schwerer als in wolfis Getriebebox.

    Nachdem die bislang einzige Schrecksekunde beim (Neu-)Bau des EB4-S3 RTR gut überstanden ist, geht's frohen Mutes weiter mit der

    HINTERACHSE



    Die Dämpferbrücke erinnert mich durch die fehlende X-Strebe in der Mitte an ein Scheunentor Rolling Eyes - im Ernst, Schaden hat sie nach ein paar Überschlägen keinen davon getragen, und das dürfte vorallem der massiven Getriebekastenversteifung zu verdanken sein. Ein wenig mehr Material hätte aber auch nicht schaden können.

    Die Dämpferbrücke wird auf die klassische Art verschraubt, indem der Heckflügelhalter gleich mit befestigt wird und seinderseits wieder direkt mit der hinteren Chassisversteifung verbunden wird. Hochinteressant ist an dieser Stelle die Materialwahl: so wird der Mittelteil aus sehr flexiblem Kunststoff gefertigt, sodass die Strebe wirklich nur auf die Heckflügelhalter wirkt, was wiederum Verspannungen an der Getriebebox (zweifache Krafteinleitung) minimiert.






    An der Hinterachse kommt wieder die sympathische Kugel"lagerung" der Querlenkerstifte ins Spiel - diesmal sogar in doppelter Ausführung am inneren und am äußeren Halter.
    Das ermöglicht auch hier eine leichtgängige, verschleißfeste und dabei absolut spielfreie Aufhängung - wie schon von der Vorderachse gewohnt Cool


    Am anderen Ende des Querlenkers gibt es einen c-clip-losen Radträger zu bestaunen - ebenfalls absolut spielfrei, die Lagerung konnte allerdings erst durch einen kleinen Spritzer WD40 leichtgängig gemacht werden.
    Die Befestigung des Querlenkerstiftes erfolgt durch eine kleine M3 Madenschraube am vorderen unteren Ende der Schwinge (s. die kleine runde Ausbuchtung im Bild)
    Da die Madenschraube bereits in der Felge läuft, ist hier keine Verschmutzung des Innensechskants zu befürchten. Und für richtige Schlammschlachten können Schmutzabstreifer montiert werden.

    Die 17mm Radaufnahme mit M12 Feingewinde sieht aus wie bei so ziemlich jedem Buggy der letzten sieben bis acht Jahre. Zwei 0.1mm Distanzscheiben hinter dem Mitnehmer sorgt in Verbindung mit dem größeren Innenlager auch hier für eine Spielfreiheit, die selbst für einen 1/8er nicht alltäglich ist.

    Zum Schluss noch was zu den Antriebsknochen:


    Wie man sieht, laufen sie niemals Gefahr zu verklemmen oder heraus zu fallen: Während die Knochen stets gut 6-8mm axiales Spiel haben, bringt die Aufhängung über den gesamten Federweg nur ca. 2mm Längenänderung mit sich - "Do the math", würde man bei der X-Factory wohl sagen Wink
    Ich dagegen sage: Schön dass auch auf solche Details geachtet wird. So fallen "Sparmaßnahmen" nicht weiter ins Gewicht (der EB4 S3 Pro hat rundum Kardans)!
    Due Antriebsknochen benötigen dazu übrigens keinerlei Ausdistanzierung, sie haben genau die richtige Länge.
    _________________
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