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Wichtige
Startvorbereitungen |
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Bevor es mit dem
Firestorm 10T ins Gelände geht, starten wir noch eine kleine
Nachrüstaktion, die späterem Ärger vorbeugt:
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Die mitgelieferte
Batteriebox für vier AA Zellen sollte aus Sicherheitsgründen
(Kontaktfestigkeit angesichts der Vibrationen) nicht verwendet
werden. Stattdessen empfehle ich ein verlötetes Akkupack. Das
LRP Micro-Pack
fasst zwar nur etwa 700mAh, was jedeoch angesichts der vergleichsweise
schwachen Standartservos nicht allzu sehr ins Gewicht. Dafür
gibt's 6 Volt und keine Platzprobleme in der recht klein
bemessenen Batteriebox.
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Die zweite
"Tuningmaßnahme" betrifft den Seilzug: Bei unseren folgenden
Testfahrten sammelte sich immer mehr Staub im Gehäuse, sodass
sich die Feder irgendwann nicht mehr aufrollen konnte. Statt den
kompletten Seilzug zerlegen zu müssen, hilft ein dichtes
Schaumgummistückchen gegen eindringenden Staub. Dazu muss jedoch
der Startergriff ausgefädelt werden.
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Im Bild oben
ist neben dem Seilzug-Stopfen noch eine improvisierte
Reißleine für den Tankdeckel sichtbar: Aus zwei
Kabelbindern gebastelt, ragt sie durch die Heckscheibe
aus der Karosserie hervor. Damit lässt sich der
Firestorm auch mit aufgesetzter Karosserie betanken.
Bild rechts: Die Steckverbindung zwischen Akku und
Schalterkabel muss gut gesichert sein! |
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Alle externen Hyperlinks mit
dieser Formatierung
werden in einem separaten Browserfenster geöffnet!
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"Fast
ein bisschen wie Pro10 ... nur halt offroad!" |
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Im Laufe unserer Fahrtests wird
sich HPI Racings Firestorm 10T einer Fülle verschiedener Bodenbeläge
stellen müssen um die Grenzen und die Eigenheiten des Chassis
ausloten zu können. Hart getrockneter Erd- und Lehmboden samt
Oberflächenstaub einer typischen Offroad-Strecke steht ebenso am
Programm wie eine "Basher-Landschaft" mit Steinen und losem
Untergrund. Auch am Rasen auf einer High-Grip Piste muss der
Firestorm Haltung zeigen.
Der leistungsstarke Motor, der Heckantrieb und das leichte Chassis
bilden eine Mischung, die es zu Beherrschen lernen gilt: Verbrenner
Stadium Trucks sind zwar pfeilschnelle und agile Modelle, sie wollen
jedoch mit wohldosiertem Gaseinsatz gefahren werden - da kommt auch
der gut einstellbare Doppelscheiben-Slipper der Firestorms nicht
gegen einen "Bleifinger" an.
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Neun Stunden |
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Strahlender Sonnenschein,
Temperaturen über 25 Grad und eine völlig ausgetrocknete Piste - so
präsentiert sich Tracktest-Tag Nummer 1. Der Firestorm geht das
Gelände fürs erste mit dem Baukastensetup an. Vier bis fünf Züge am
Seilzug reichen aus, und der Motor springt wie schon während der
ersten Einlauf-Tanks motiviert an. Sicherheitshalber geht es noch
mit einer leicht fetten Vergasereinstellung zur Sache. Das limitiert
vor allem die Höchstdrehzahl und hält die Temperatur niedrig, denn
der G3.0 hatte erst einen knappen halben Liter Sprit geschluckt und
sollte noch nicht zur Höchstleistung auflaufen.
Auf dem staubtrockenen und Grip-losen Boden war das auch gar nicht
nötig, denn das Motto hieß eher "Offroad-Rodeo": Der Firestorm tat
sein Bestes, den fernsteuernden Reiter abzuwerfen ... (Was ihm
zugegebenermaßen auch ganz gut gelang! ;-) )

Schuld daran ist aber nicht nur der
Boden und mein in den letzten Jahren 4wd-verwöhnter Gasfinger,
sondern auch das Stoßdämpfer-Setup des Firestorms. Vorne extrem
weich mit sehr geringer Dämpfung, hinten recht hart und träge
abgestimmt, wird jede Fahrt zu einem wilden Ritt, fast egal auf
welchem Untergrund. Für die nächste Session bekommt der Firestorm
30wt Öl in die vorderen und 25wt Öl in die hinteren Dämpfer gefüllt.
Das bringt der Hinterachse mehr Grip von der Vorderachse. Deren
Einlenkverhalten wird durch die Trägheit der Dämpfer nun weitaus
gutmütiger, was zusammen der driftlastigen Fortbewegungsweise ein
Ende bereiten sollte.

Abseits des "herausfordernden"
Fahrverhaltens gibt es nur Positives zu berichten: Der Motor rannte
Tank für Tank, Stunde um Stunde brav durch. Der Firestorm blieb nach
seiner ersten Ausfahrt, von einigen Kampfspuren an der Karosserie
abgesehen, schadlos. Daran konnte auch ein unbeabsichtigter, 6 Meter
tiefer Sturz (oder war es ein Sprung?) von der Böschung nichts
ändern. Das ist für einen Stadium-Truck, der durch seine langen
Querlenker und sein geringes Gewicht prinzipiell eher filigran
gebaut ist, absolut erstaunlich und deutet auf eine hohe
Materialqualität hin.
Die ungeschützten Stoßdämpfer haben die Staubschlacht besser
überstanden, als alle der bisher getesteten Modelle ohne
Dämpferschutz: Sie liefen hinterher immer noch mit ungetrübter
Leichtgängigkeit und eine kurze WD40 Behandlung ließ sie wie neu
erscheinen. Der eindringende Staub ist schon an der Verschlusskappe
und nicht wie bei vielen anderen Modellen erst an den O-Ringen
dahinter gescheitert, was meine Einschätzung der Qualität aus dem
ersten Teil
des Testberichtes bestätigt. Für die kommende Session
werden sie dennoch mit "Shock-Boots" aus Modellierballons geschützt.
Dank des Schraubverschlusses am unteren Ende des Dämpfers kann der
passend abgelängte Luftballon hervorragend eingeklemmt werden.
Die Reinigung des Chassis ging ebenso flott wie salopp vor sich: Der
feine Sprühnebel aus einer Kompressorspritze mit einer Mischung aus
Spülmittel und Wasser ließ den Firestorm binnen Minuten in neuem
Glanz erscheinen. Die gedichteten Kugellager und die bis auf die
Servos gut geschützte Elektronik nahmen dabei keinen Schaden. Wer
den Firestorm jedoch etwas schonenden reinigen will, hat dank des
einfachen, e-Clip-losen und wartungsfreundlichen Aufbaus ebenfalls
leichtes Spiel.

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Tracktest-Session
2: Sonnenschein und ein wenig Schlamm ... |
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Der Regen der vergangenen Tage hat den
Staub von unserer Piste gewaschen. Mit dem trägeren Dämpfersetup an
der Vorderachse lässt sich der Firestorm 10T schon weitaus einfacher
und präziser steuern. Mit rund 50 Gramm Blei in der Empfängerakkubox
und ein eher locker eingestellter Slipper (das Pfeifen der
Rutschkupplung ist neben dem Verbrennungsmotor immer noch gut zu
hören und damit auch einfach einzustellen!) kommt nun echtes
Stadium-Truck Feeling auf: Das enorm stabile Fahrwerk verhindert
Überschläge, die beim ausgelassenen Drauf-los-Fahren an der
Offroad-Tagesordnung stehen, in fast allen Situationen. Selbst die
ausgefahrenen Sprunghügel konnten den Firestorm 10T trotz teils sehr
gewagter Haltung im Flug nicht aus der Fassung bringen.


In einem Punkt will der Firestorm 10T
jedoch nicht so recht überzeugen: Wenn die Hinterachse einmall los
bricht, dauert es etwas länger als bei der Verbrenner-Konkurrenz,
den Firestorm wieder einzufangen. Im Gegensatz zu
Elektro-Stadium-Trucks bremst der Motor der Verbrenner-Kollegen
zudem beim Wegnehmen vom Gas nicht ab.
Im Falle von HPi Racings Truck kommt nun auch das massive
Stahl-Getriebe hinzu, das wie eine enorme Schwungscheibe wirkt und
verhindert, dass die rutschenden Reifen rasch wieder Grip finden.
Auch hier gibt es Abhilfe, die jedoch einiges an Feingefühl und
Experimentierfreude voraussetzt: Das Bremsgestänge gilt es über die
Rändelmutter so einzustellen, dass die Bremse im Leerlauf ganz sanft
zupackt. Aber Achtung, eine zu stark justierte Leerlaufbremse bringt
beim Ausrollen mehr Gewicht auf die Vorderachse womit die
Hinterachse noch mehr Grip verliert - also genau das Gegenteil von
dem, was erreicht werden soll! Die Bremskraft soll lediglich die
Schwungmasse des Getriebes ein wenig kompensieren.

Solcherlei Feintuning
ist auf Rasen natürlich nicht nötig, denn da gibt es Grip ohne Ende.
Hier lässt sich der Firestorm 10T mit der Stabilität eines 4wds und
der Behändigkeit eines 2wds präzise manövrieren und beschert mit dem
starken G3.0 Motor ein imposantes Fahrerlebnis, wie ich zum
Abschluss dieses Testberichtes feststellen durfte. Beim Fahren auf
Rasen und Böden mit ähnlich viel Grip zahlt es sich aus, die Dämpfer
möglichst flach angreifen zu lassen - also das innerste Loch an der
Dämpferbrücke und das äußerste am Querlenker zu verwenden. Damit
steuern die Stoßdämpfer der Rollneigung des Chassis stärker entgegen
und erhöhen nochmals die Präzision und Traktion in den Kurven.
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Die neun Stunden
Offroad-Action haben am Firestorm keine gravierenden Spuren
hinterlassen, jedenfalls unterhalb der leider nicht mehr ganz so
feschen Karossiere...
Ärgerlich fallen da jedoch die Motorbockschrauben auf: es
handelt sich um Linsenkopfschrauben, die etwas unter der Bodenplatte
hervorstehen und daher vom harten Boden teils so geschliffen wurden,
dass der Innensechskant erst einmal frei gefeilt werden muss.
Hier hätte HPI-Racing besser auf Zylinderkopfschrauben gesetzt, die
von solchen Deformierungen wie im Bild links weniger stark betroffen
sind.
Noch schöner wäre es natürlich gewesen, wenn die Schrauben gänzlich
durch die Bodenplatte geschützt werden, wie das bei der HotBodies
Lightning 10 Familie der Fall ist.
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(Bild anklicken für eine
Detailansicht!) |
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Checkpoint! |
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Über HPI Racings Firestorm 10T gibt es
sehr viel Positives (und ziemlich wenig Negatives) zu schreiben. Am
meisten imponiert hat mir neben dem Verbrennungsmotor die für einen
Stadium Truck extreme Stabilität und Verschleißfestigkeit: Nachdem
die Stoßdämpfer erst einmal geschützt waren, gab es in den insgesamt
etwa neun Stunden bis auf die geschundenen Motorbockschrauben und
die "Gebrauchsspuren" auf der Unterseite der Bodenplatte keinerlei
Hinweise darauf, welchen Marathon der Firestorm 10T hinter sich
hatte!
Die herausragende Stabilität des Getriebes wird mit einigen
Abstrichen im Handling erkauft, während die relativ weiche Lenkung
durch das frontlastig ausgerichtete Fahrwerk nicht weiter ins
Gewicht fällt.
Minuspunkte holt
sich HPI Racings Firestorm hingegen bei der RC-Ausrüstung ab,
die nicht mit der Qualität der übrigen Ausstattung mithalten
kann. Auch das Baukasten-Setup erscheint im Bereich der Dämpfer
nicht ganz stimmig, doch hier sei angemerkt: Wer einen
Verbrenner-Stadium nicht nur als Spaßgerät fährt, sondern auf
der Rennstrecke die Fahrleistungen optimieren möchte, der wird
um sehr häufige Setup-Anpassungen ohnehin nicht herum kommen,
denn das bringt schon das Verbrenner-Stadium-Konzept mit sich.
Insgesamt gesehen ist der Firestorm 10T
um etwa 340 Euro ein erstklassiges, weil einfach aufgebautes, sehr
wartungsarmes Offroad-Gerät, welches Stadium-Truck typisch hohe
Geländegängigkeit bietet und damit auch überall dort eingesetzt
werden kann, wo sich Buggys und Truggys des nächst größeren
Maßstabes wohl fühlen. Kurzum, ein toller Low-Cost, Low-Maintenance
Basher, ausgestattet mit einem der zuverlässigsten RTR-Motoren, der
mit jemals begegnet ist!
Mit besonderem Dank
an:

LRP-Electronic
Text und Bilder von
Aaron Banovics
Dieser Bericht wurde am 31.5.2007 von
www.offroad-cult.org
veröffentlicht.
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