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Gemäß dem Motto einer
französischsprachigen RC-Community,
GAZ-ON, ging
es mit dem Lazer ZX-5 RTR erst einmal ins Grüne.
Kurzer Rasen und ähnlich "grippige" Pistenbeläge (Teppich etc.) lassen
die Reifen förmlich kleben - und stellen das Fahrwerk damit auf ein
harte Probe: eine weiche Lenkgeometrie wird hier ebenso schnell
entlarvt wie Kugeldiffs, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind.
Doch genau das Gegenteil war der Fall: Die Kugeldiffs übertragen
(nachdem sie etwas mehr vorgespannt und der Slipper gelockert wurde)
die Motorkraft schlumpffrei, ohne schwergängig zu laufen. Die
Spikereifen des Lazers sind wie geschaffen für kurzen Rasen und der
stärkere Reifengummi macht die fehlenden Einlagen doch ein gutes
Stück weit wett.
Im Klartext: Ich muss unumwunden zugeben, dass der Lazer ZX-5 RTR
schon aus der Schachtel heraus mit meinem
Team Losi XXX-4 G+ (dieser inkl. Freilauf und den
obligatorischen Setup-Maßnahmen!) erstaunlich gut mithalten kann.
Der Lazer dürfte damit unter den RTR-Modellen sicherlich das beste
Fahrverhalten vorweisen können, und steht auch in der preislichen
Mittelklasse ganz weit vorne. Der Vergleich mit dem neuen
Durga DB01 von Tamiya wird auf jeden ein spannendes
Kopf-an-Kopf Rennen.
Kyoshos RTR Buggy überzeugt auf der Piste durch ein hohes Maß an
Agilität in den Kurven und Spurtreue über kleinere Unebenheiten
hinweg. Das Heck des Buggys hat nach dem Standard-Setup nicht
übermäßig viel Seitenführung, sodass der Lazer ZX-5 recht elegant um
jede Kurve kommt (ohne dabei dem Fahrer allzu viel ab zu verlangen)
und sich die Fahrt mit dem Baukastenmotor doch recht spritzig
gestaltet. Das Grundsetup vermittelt hier auf jeden Fall ein
ansprechendes Fahrgefühl.
Wer auf stärkere Motoren aus ist, dem wird das Heck auf rutschigen
Böden vermutlich zu viel Eigenleben entwickeln, sodass hier
Setup-technische Korrekturen vonnöten sind: Zuallererst müssen
natürlich die Reifen zum jeweiligen Untergrund passen: Die
Baukastenbereifung bietet gute Performance auf Rasen und lockeren
Untergründen, selbst wenn etwas Feuchtigkeit im Spiel ist. Auf einer
harten Lehmbahn oder staubtrockener Erde werden sie jedoch nicht
viel Freude bereiten - s. dazu auch unseren
Offroad-Reifenguide!
Weiters lässt sich die Seitenführung der Hinterachse natürlich durch
mehr negativem Sturz, also durch Verkürzen der oberen Querlenker
erhöhen, denn aus dem Baukasten heraus hat der Lazer ZX-5 RTR fast
keinen Radsturz. 1° bis 1,5° bringen ein spürbar dominanteres Heck.
Auch bei der Dämpfung kann der ZX-5 auf rutschigen Böden mit
30wt/25wt (vorne/hinten) gezähmt werden.
Stärkere Motoren fordern natürlich auch Antrieb des Lazer ZX-5
stärker: Der Kardanantrieb rennt kaum lauter als ein
riemengetriebenes Modell, was vor allem den vielen schalldämpfenden
Kunststoffteilen auf dem Weg vom Motorritzel zu den Spikes der
Reifen zu verdanken ist.
Diese Kunststoffteile, vor allem die Gelenke der Kardanwellen,
schieben jedoch auch der (Motor-)Tuning-Euphorie die angesichts des
guten Fahrverhaltens ausbrechen könnte, einen Riegel vor: Im Test
kam der Antrieb mit einem 17T Motor bei gutmütiger
Slippereinstellung noch ganz gut zurecht. Wer sich unter 17 Turns
wagt, der sollte aber schon mal die Bestellnummern der
Stahl-Kardanwellen notieren:
LA-231 und LA-232.
(Bilder zum
Vergrößern anklicken!)
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Beim "Bashen" macht
Kyoshos Lazer im Readyset zwar nicht eine ganz so gute Figur wie auf der
Strecke, gibt sich aber doch sehr passabel. Angesichts des großen
"Spielplatzes" der beim Bashen eben üblich ist, verhungert der
Baukastenmotor und statt spritzigen Drifts um die Kurven dreht man
beschaulich seine Runden. Dazu kommt noch, dass unwegsames Gelände
den teils sehr filigran geratenen Teilen (hier vor allem den
Querlenkerhaltern und den hinteren Radträgern) und dem offenen
Hauptzahnrad doch stark zusetzen kann - vor allem, wenn man sich
über das Leistungsspektrum des Baukastenmotor hinaus bewegt.
Doch zum "Elektro-Bashen" gibt es ohnehin potentere Kandidaten, die
man im Lager der Stadium-Trucks suchen sollte. Der Lazer ZX-5 RTR
bietet andere Qualitäten: Ein für Einsteiger erschwinglicher
Allrad-Buggy mit herausragenden Fahrleistungen für seine Klasse.
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